Slide
Slide
Slide
Slide
previous arrow
next arrow

Bagger rotieren im Kreisverkehr

Gepostet in Allgemein von am 25. Juli 2013 Tags: , , , , , , , , , ,

baustelleAus dem heutigen WESTFALEN BLATT

Gleich vier Baggerarme schwingen durch die Luft, auffällige Absperrbaken blockieren die Straße, ein Rüttler hämmert. Im Haller Süden reiht sich eine Großbaustelle an die andere. Alles für A 33, Entlastungsstraße und das neue Gewerbegebiet.

Von Klaus-Peter Schillig

Ihren Schwerpunkteinsatz haben die Monteure der SAG, des von den Technischen Werken Osning beauftragten Tiefbauunternehmens, zurzeit am künftigen Kreisverkehr an der Kreuzung Tatenhausener-, Flur- und Kreisstraße in Künsebeck. Der Künsebecker Weg, der künftig ebenfalls in den Kreisel mündet, ist völlig abgebunden, für den übrigen Verkehr wurde eine provisorische Asphaltpiste als kurze Umleitung angelegt. Und dazwischen wird gebuddelt, gebaggert, verlegt, gedichtet, geprüft und zugeschüttet. »Die SAG hat normalerweise zehn bis 15 Monteure bei uns im Einsatz, jetzt sind es 50«, sagt TWO-Technikchef Jens Kohlmeier. Denn bevor die Straßenbauer ans Werk gehen, um den Kreisel zu bauen, die teilweise neue Trassenführung der Kreisstraße und die Erschließungsstraßen im Gewerbegebiet Ravenna-Park, müssen im Auftrag der TWO die Versorgungsleitungen so verlegt werden, dass sie auch künftig direkt neben den Fahrbahnen liegen und dadurch leicht erreichbar sind.

Ferngasleitung verstärkt

Das wird bei der Ferngasleitung der »Open Grid Europe«, früher »Ruhrgas«, nicht so sein. Die bleibt wo sie ist und wird künftig genau unter dem Kreisverkehr liegen. Deshalb wird dieser Streckenabschnitt noch einmal genau überprüft und verstärkt. Gut so, denn dabei kann auch gleich ein undichter Schieber ausgewechselt werden. Eine Filigranarbeit mit Schaufel, Bagger und viel Fingerspitzengefühl, denn das über der Gasleitung verlaufende Steuerkabel darf dabei keinesfalls beschädigt werden. Der Rest des dicken Rohres, zurzeit gaslos, wird in den nächsten Tagen mit einem Bitumen-Kunststoff-Klebeband umwickelt, um beispielsweise das Einwachsen von Wurzeln zu verhindern. Die Ansatzstücke der Rohre werden demnächst unter Druck auf Dichtigkeit geprüft und erst dann verklebt.

Techniker hat Spaß

Gleich zwei große Übersichtspläne, den der A 33 und den zu Entlastungsstraße und »Ravenna-Park«, hat Eckhard Hoffmann, Abteilungsleiter Tiefbau im Rathaus, gleich gegenüber seines Schreibtisches hängen. In zweieinhalb Monaten schon rechnet er mit der Fertigstellung des Kreisverkehrs, wenn weiter alles so glatt läuft wie bisher. Schließlich soll schon Mitte nächsten Jahres die Entlastungsstraße bis zur künftigen Autobahnauffahrt Schnatweg fertig sein. »Es macht richtig Spaß, die täglichen Veränderungen zu sehen«, schwärmt Hoffmann aus Sicht des Technikers. »Auf die Autofahrer wird aber noch einiges zukommen«, äußert er auch Verständnis für die, die demnächst oft Umleitungen fahren müssen.

Kreisstraße wird gesperrt

Wenn der Kreisverkehr fertig ist, kommt es in diesem Bereich noch dicker: Die Kreisstraße bekommt ja am Westrand des Gewerbegebietes einen neuen Verlauf. Beim Anschluss an die vorhandene Trasse wird es hier noch in diesem Jahr eine Vollsperrung geben, kündigt Hoffmann an. Parallel zu dieser Sperrung wird der Landesbetrieb Straßen auf Bundeskosten die beiden 90-Grad-Kurven der Kreisstraße in Sandforth entschärfen. Eine Vorbereitung schon für die nächste Sperrung im kommenden Jahr: Dann werden die Rampen für die künftige Brücke der Tatenhausener Straße über die A 33 angeschüttet, gleichzeitig will der Kreis insgesamt die Fahrbahn sanieren und einen Radweg anlegen lassen. Der Weg über Sandforth und die Kreisstraße wird dann als Umleitung angeboten.

Probepfahl versenkt

Die Gründungs- und Betonarbeiten für die insgesamt vier Bauwerke an der Tatenhausener Straße stehen unmittelbar bevor. Ein Probepfahl ist erfolgreich versenkt worden, auch der Grund für den Wilddurchlass unter der Rampe der Tatenhausener Straße ist vorbereitet. Außerdem entstehen hier eine Brücke für die A 33 über den schon verlegten Kleinebach, eine kleine Brücke als Zufahrt über den Bach und ein Regenrückhaltebecken für das Oberflächenwasser der Autobahn.

Vergabeverfahren läuft

Ein Teil der SAG-Monteure kann in Kürze auf anderen städtischen Baustellen im Stadtgebiet eingesetzt werden. Die Verlegung der Versorgungsleitungen am künftigen Autobahnzubringer Schnatweg ist nämlich nahezu abgeschlossen. Hier wird noch im Spätsommer oder Herbst der Landesbetrieb mit dem Streckenbau beginnen. Die Brücke über den Hilterweg auf Steinhagener Gebiet ist bereits fertig. »Für den Straßenbau befinden wir uns gerade in der Vergabephase«, sagte Sven Johanning, Sprecher des Landesbetriebes. Spätestens Ende 2014 soll an der künftigen Autobahnabfahrt die Verknüpfung mit der neuen Haller Entlastungsstraße erfolgen. Vergeben werden gerade auch die Arbeiten für die Brücke an der Kreisstraße in Höhe des früheren Hofes von Königsmarck.