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GEOPFAD Künsebeck

Kalk ist unsere Geschichte – woher wir kommen und was unsere Zukunft bringen wird.
Künsebeck, zwei aktive Kalkwerke, Ringöfen und der silberne Ludwig. Noch heute wird in einem Kalkwerk, dem Kalkwerk Müller, abgebaut – und auch der Ludwig brennt immer noch. Worin Kalk alles steckt und auch woraus Kalk besteht, das erfahrt ihr auf einem gut 2,5 Kilometer langen Rundweg durch unser Dorf  – die Vergangenheit wird sichtbar wie ein Foto.
Sammelt viele wichtige Informationen und entdeckt ebenso weitere Gesteinsarten.
2021 schuf die IGKB den Anfang eines geologischen Gestein-Pfades in Künsebeck. Mit Unterstützung der Pro Wirtschaft Gütersloh und der GT 8 Förder-Unterstützung wurde dieses Projekt ermöglicht. Am Ringofen Platz an der Hauptstraße findet ihr Wander-Flyer, eine Übersichtskarte und den ersten Stein. Alles Weitere könnt ihr hier virtuell entdecken!
Dieses Projekt wurde durch Mittel der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Nordrhein-Westfalen und die LAG GT8 im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gefördert.

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RAVENNA PARK IBBENBÜRENER SANDSTEIN KREISEL LORE JÜTLANDFINDLING „Weinende Mutter“ – KRIEGERDENKMAL GRANIT ROT MUSCHELKALK VILLA KÖPPEN GNEIS KARBON QUARZIT KÜNSEBECKER LANGHAUS

RAVENNA PARK

2010 im September beginnt die Planung eines neuen, interkommunalen Gewerbegebietes in Künsebeck. Ab 2014 entsteht der Ravenna-Park, mit direktem Anschluss an die A 33, die bis 2019 fertiggestellt wurde.

IBBENBÜRENER SANDSTEIN

Der Ibbenbürener Sandstein ist ein Quarzsandstein aus der Zeit des Oberkarbon, der nach der Stadt Ibbenbüren im nördlichen Westfalen in der Region Tecklenburger Land benannt ist.

Der Ibbenbürener Sandstein ist schon seit Jahrhunderten ein beliebtes Baumaterial. Viele Kirchen und Burgen im westfälischen Raum wurden mit Ibbenbürener Sandstein errichtet.

KREISEL LORE

Auf Initiative der Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger e.V. (IGKB) entstand die Idee zur Gestaltung des Kreisels am Ravenna Park. Die Realisierung erfolgte in den Jahren 2013 bis 2016. Die Silhouette einer Lok mit drei Loren soll an die Anfänge der Industrialisierung des Dorfes Künsebeck mit drei Kalksteinbrüchen aus dem Jahr 1880 im Teutoburger Wald erinnern.

Zum Abtransport des Kalksteins wurden am Anfang die Loren mit Pferden und ab dem Jahr 1916 mit einer Dampflokomotive auf der Lorenbahn bis zu den Kalkwerken in der Dorfmitte gebracht.

Entwurf: Jörg Olaf Knufinke (Dipl. Ing., Architekt)

JÜTLANDFINDLING

Ein Findling ist ein meist einzeln liegender sehr großer Stein, der während der Eiszeit durch Gletscher transportiert und an seinem heutigen Standort abgelegt wurde. Unsere Findlinge stammen aus dem skandinavischen Norden und sind vor etwa 2 Millionen Jahren durch die Eiszeit in unseren Raum transportiert worden.

„Weinende Mutter“ – KRIEGERDENKMAL

Entwurf von Fritz Schlienkamp | 22. Oktober 1922

Gefallen! Diese Todesnachricht wurde in Deutschland mehr als 2 Millionen Mal an Mütter und Ehefrauen überbracht – auch deren Leben zerstörte der Krieg. Weitere 3 Millionen Soldaten kehrten „kriegsbeschädigt“ zurück. Fast alle Haller Gemeinden errichteten Ehrenmale für ihre Helden – für Künsebeck jedoch entwarf der Lehrer Fritz Schlienkamp ein Mahnmal, das allein das Leid des Krieges zeigt. Es wurde am 22. Oktober 1922 mit einer kleinen Feier enthüllt.

Quelle: Haller Zeiträume / https://www.haller-zeitraeume.de

GRANIT ROT

Feldspat, Quarz und Glimmer - die drei vergess´ ich nimmer: Ein populärer und leicht zu merkender Spruch, um sich einzuprägen, aus welchen Mineralien das Gestein Granit hauptsächlich besteht. Der Mittweidaer Granit ist mit seiner konstant rötlichen Farbgebung und seiner äußerst gleichmäßigen Struktur ein wunderbarer Gestaltungsstein.

MUSCHELKALK

Kirchheimer Muschelkalk ist ein blaugrauer und beigebrauner dichter Muschelkalk mit zahlreichen Muschelanteilen.

Muschelkalk ist eines der bekanntesten Steinvorkommen in Deutschland und wurde bereits in den bedeutsamsten Objekten verbaut, wie z.B. dem Böckstiegel Museum in Werther. Durch seine sehr guten technischen Eigenschaften, eignet sich der Muschelkalk besonders für Bodenbeläge, Fassadenplatten und bei der Gartengestaltung und dem Landschaftsbau.

VILLA KÖPPEN

Vor der Wende des 20. Jahrhunderst betrieb Herr Peter Köppen eines der Kalkwerke in Künsebeck. Anno 1903 erbaute der reiche Kalkwerkbesitzer die Villa. Heute stehen auf dem Areal zwischen Finken- und Lerchenstraße Wohnhäuser.

GNEIS

Der Chloridgneis ist ein Umwandlungsgestein (metamorph) das unter hohem Druck und Temperatureinflüssen entsteht. Gneis ist in seiner
Struktur besonders und entsprechend widerstandsfähig und haltbar.

KARBON QUARZIT

Der Piesbergsandstein, der auch Karbonquarzit genannt wird, wird am nördlichen Stadtrand Osnabrücks gewonnen. Der Steinbruch im Piesberg galt lange Zeit als größter Hartsteinbruch in Europa. In ihm werden ca. 300 Millionen Jahre alte Sandsteine der Oberkarbon-Zeit abgebaut.

KÜNSEBECKER LANGHAUS

Im Mai 1950 in der alten Schuttdeponie bei Sandabgrabungen gefunden wurde das sogenannte Langhaus mit einer Rettungsgrabung gesichert. Trotz der in Künsebeck erschwerten Bedingungen wurde in den Jahren 1950 bis 1957 eine Gesamtfläche von rund 4560 qm archäologisch untersucht. Es wurden ca. 1000 Funde erfasst und weit über 2000 Keramikscheiben gesichert. Sowie ca. weitere 140 Funde geborgen. Es wurden zwei verschiedene Gebäudetypen nachgewiesen. Zum einen 15 ebenerdige Pfostenbauten und zum anderen 16 in den Boden eingetiefte Grubenhäuser.

Das Gebäude ist heute im Freilichtmuseum Oerlinghausen zu besichtigen.

https://www.afm-oerlinghausen.de/

Bildquelle: Karl Banghard
Informationen: Archäologie in Ostwestfalen, Band 5, Ausgabe 2000