Prüfung Ansiedelung eines Nahversorgers

Gepostet in IGKB, Lokalpolitik von Freddy am 21. Januar 2020

Antrag der IGKB e.V.

Anregung gemäß § 24 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen

Betreff: Prüfung Ansiedelung eines Nahversorgers in Halle/ Künsebeck

Sehr geehrte Frau Rodenbrock-Wesselmann,

sehr geehrte Damen und Herren des Rates und der Verwaltung der Stadt Halle,

wie bereits mehrfach in der lokalen Presse erwähnt, sind die Entscheidungen des Eigentümers des Eurokauf Hogrewe offensichtlich endgültig gefallen und er wird aus Platzmangel Frische- und Obsttheke nicht mehr im Sortiment anbieten.

Für viele Künsebecker war dieser Markt neben dem Markant Uhlemeyer in Steinhagen/ Amshausen ein Versorger des alltäglichen Bedarfes, vor allem für die in Künsebeck wohnenden Senioren. Es wird zunehmend schwerer, sich in Künsebeck mit Lebensmitteln zu versorgen. Bereits jetzt fährt mehrfach pro Woche ein Lebensmittelwagen in die Außenbereiche (Dellbrügge Siedlung, Turnerstraße, Dr. Georg Schäfer Ring usw.), welcher aber leider nicht den Gesamtbedarf abdecken kann. Weiterhin hat der Service durch den Verkaufswagen auch entsprechend höhere Kaufpreise zur Folge. Sicherlich haben wir in Künsebeck mit der Mühle einen weiteren kleinen Lichtblick der Versorgung, aber auch dieser Laden (3 Mal wöchentlich geöffnet) kann bei kleiner Rente oder normalem Einkommen zum einen nicht den gesamten Lebensmittelkonsum abdecken, noch bietet die Mühle Hygieneartikel, Tiernahrung etc. .

Wir möchten als Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger e.V. (IGKB) erneut um eine Prüfung zur Ansiedelung eines Lebensmittehändlers im Bereich Künsebeck bitten. Künsebeck wächst und wird ohne Nahversorger immer mehr für Senioren und Menschen ohne PKW unattraktiv. Wir möchten, dass die Menschen in Künsebeck auch ihren Lebensabend verbringen können und nicht schon eine völlig fehlende Grundversorgung einen Umzug notwendig macht. Dies kann auch nur Interesse der Allgemeinheit sein, da Umzüge von Menschen im gehobenen Alter in vielen Fällen auch die Unterstützung durch Mittel aus Sozialkassen notwendig macht.

Künsebeck ist für viele eine lieb gewordene Heimat mit sehr guten sozialen Netzwerken wie dem AWO Ortsverein, dem Pfarrbezirk und dem Sportverein. Diese Vereine können allerdings nicht ehrenamtlich den täglichen Bedarf/ die Versorgung der Bürger absichern.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass Künsebeck im Vergleich mit umliegenden Ortsteilen auch anderer Gemeinden die geringste Abdeckung bzw. die größten Entfernungen für die Versorgung mit dem täglichen Bedarf hat.

Wir schlagen als zu prüfenden Bereich zum Beispiel die Hallenstraße vor: Hier gäbe es eine Busanbindung, weiterhin ist der Ort zu Fuß sowohl von der Siedlung Amshausener Weg als auch aus dem Dorf gut zu erreichen. Weiterhin ist in diesem Zusammenhang der Koyo Parkplatz zu nennen, hier handelt es sich bereits um versiegelte, zurzeit kaum genutzte Fläche. Ein erneuter Eingriff in die Natur wäre nicht Nötig. Dieser ist ebenfalls von allen Wohnquartieren gut erreichbar.

Auch möchten wir sie bitten evtl. das Gespräch mit möglichen Anbietern zu suchen, denkbar wäre ja vielleicht auch ein Umzug des jetzigen Eurokaufes von Gartnisch nach Künsebeck. Inwieweit dies möglich ist bitten wir ebenfalls in Kenntnis zu bringen.

Im Namen der IGKB e.V.,

mit freundlichem Gruß

Friederike Hegemann

(für den Vorstand)