In Künsebeck macht der November alles neu
Gepostet in IGKB von Freddy am 03. November 2026 Tags: GemeinsamzumSupermarkt
In Künsebeck macht der November alles neu
Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger wertet Garten am Tante Enso ökologisch auf
Dass in Künsebeck die Uhren manchmal etwas anders ticken, wissen wir spätestens seit dem Karneval. Und so macht im kleinen Dorf auch nicht der Mai alles neu, sondern der November. Die Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger (IGKB) hat mithilfe einer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen den Garten rund um den Tante-Enso-Markt an der ehemaligen Sparkasse neu gestaltet und dabei nicht nur die Optik, sondern auch die Ökologie im Blick gehabt.
Wo künftig die Menschen bei einer Tasse Kaffee die Sonne genießen können, sollen sich auch die kleinsten Künsebecker wohlfühlen. Neue Blumen, Stauden und Sträucher bieten Insekten künftig Nahrung und Lebensraum. Bis es im Garten summt und brummt, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Schließlich steht zunächst der Winter vor der Tür. Doch schon jetzt ist zu erkennen, dass sich einiges verändert hat.
Und das im wahrsten Sinne des Worte. Auch eine gerade Linie wurde in den Garten gebracht. Klare Strukturen, neue Pflanzen und eine durchdachte Gestaltung sorgen dafür, dass der Außenbereich nicht nur einladender wirkt, sondern zugleich ökologisch aufgewertet wurde.
Bevor allerdings die ersten Pflanzen ihren Platz finden konnten, war echte Knochenarbeit gefragt. Hans-Jürgen Kay und Ludger Schäper hatten bereits im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. Mit schwerem Gerät entfernten sie alte Wurzeln und Büsche, die noch aus Zeiten der ehemaligen Sparkasse stammten. Nach einem erfolgreichen eintägigen Arbeitseinsatz war der Weg frei für die Neugestaltung und die Auswahl der passenden Pflanzen.
Besonders freut sich Sabine Gulbinsky, Filialleiterin des Tante-Enso-Marktes in Künsebeck, über das Engagement der Interessengemeinschaft. „Wir möchten ja nicht nur, dass es im Tante Enso schön aussieht, sondern auch, dass das gesamte Umfeld rund um die ehemalige Sparkasse einladend wirkt“, erklärt sie.
Dass das nicht immer ganz einfach ist, weiß die Filialleiterin nur zu gut. „Leider lassen manche Menschen ihren Müll einfach fallen, obwohl der Mülleimer nur einen Meter von der Sitzgarnitur entfernt steht.“ Auch die bisherige Gestaltung des Vorplatzes, insbesondere rund um den Briefkasten, sei vor allem auf Funktionalität ausgelegt gewesen. „Hier ging es bisher eher um Praktikabilität als um Schönheit. Jetzt haben wir eine wunderbare Mischung aus beidem“, freut sich Gulbinsky.
Möglich wurde das Projekt durch die Förderung über den Umweltscheck des Landes Nordrhein-Westfalen. IGKB-Vorsitzende Friederike Hegemann hatte die Fördermittel bereits zu Beginn des Jahres beantragt und freut sich über die schnelle Zusage der Bezirksregierung.
„Es ist toll, dass wir mit einer vergleichsweise kleinen Maßnahme so viel für unser Dorf erreichen können. Wir schaffen einen schöneren Aufenthaltsort für die Menschen und gleichzeitig neue Lebensräume für Insekten. Besonders gefreut hat mich, wie unkompliziert und schnell die Bezirksregierung unser Vorhaben unterstützt hat. So macht ehrenamtliches Engagement richtig Spaß“, erklärt Hegemann. Die Mehrkosten zum Gartenprojekt trägt selbstverständlich die Interessengemeinschaft aus Vereinsmitteln.
Das Projekt zeigt einmal mehr, was möglich ist, wenn viele Hände gemeinsam anpacken. Von der Beantragung der Fördermittel über die schweren Vorarbeiten bis hin zur Bepflanzung haben alle Beteiligten ihren Teil beigetragen.
„Alles Hand in Hand“, fasst Hegemann zusammen. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass hier alle an einem Strang ziehen und sich gemeinsam um ein wohnliches und lebenswertes Künsebeck bemühen. Es sind oft gerade diese kleinen Veränderungen, die unser Dorf Stück für Stück noch schöner machen.“
Und wenn im kommenden Frühjahr die ersten Blüten sprießen und die Insekten ihre neuen Lieblingsplätze entdecken, dürfte sich zeigen: In Künsebeck kann eben auch der November alles neu machen.
