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Ein erfolgreiches Jahr ging zu Ende

Gepostet in IGKB von Freddy am 11. Februar 2026

Mit einem ungewöhnlich aktiven Auftakt startete die Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft: Schon vor Beginn der eigentlichen Sitzung konnten Besucherinnen und Besucher im Rahmen eines „Gallery Walk“ ihre Wünsche und Ziele für das „Dorf hinterm Deich“ sichtbar machen. Leitfragen wie „Wie siehst du die Zukunft für Künsebeck?“, „Was bewegt dich – welche Probleme?“ oder „Wie bewertest du die Verkehrssituation im Ort und was läuft gut?“ sorgten dafür, dass sich die Top-Themen des Abends schnell herauskristallisierten. Ganz vorne stand das Verkehrschaos an der Kreisstraße. Viele Gäste äußerten deutlich ihre Sorge, dass für die aktuelle Situation keine tragfähige Lösung in Sicht sei; entsprechend wurde das Thema auch später unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ noch einmal intensiv diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt war der Wunsch nach einem Neubau „Tante ENSO Plus“ auf dem Gelände an der Hauptstraße 33 , als zukunftsfähige Perspektive für die Nahversorgung im Ort. Aber auch für Lob war Platz: für die vielen Aktionen und Veranstaltungen, die die Dorfgemeinschaft auf die Beine bringt.

Kurz nach 19 Uhr eröffnete der Vorstand die Sitzung und führte nach einer ausführlichen Begrüßung in die Tagesordnung ein. In der Rückschau auf das Jahr 2025 wurde ein reichhaltiges Jahr beschrieben – geprägt von Konzerten, verschiedenen Aktionen, Anschaffungen, eingeworbenen Fördermitteln und Umgestaltungen im Dorf. Gleichzeitig stellte der Vorstand die Ziele für 2026 vor: Weitere Fördermittel sollen beantragt werden, einige Projekte seien bereits umgesetzt oder würden in nächster Zeit umgesetzt. Zudem konnten die Anwesenden eigene Ideen einbringen und formulieren, welche Unterstützung und Schwerpunkte sie sich von der Interessengemeinschaft künftig wünschen. Deutlich wurde, dass zunehmend digitale Wege gegangen werden: Neben dem WhatsApp-Channel und dem Relaunch der Homepage ist für dieses Jahr auch ein KI-Projekt geplant, um Künsebeck-Themen künftig leichter zu finden, aufzubereiten und zu gestalten. Daneben blieben auch klassische Themen präsent, etwa die mögliche Umgestaltung der Fläche vor dem jetzigen Tante ENSO sowie der anstehende Kultursommer. Für den Kultursommer 2026 sind die Künstlerinnen und Künstler bereits lange gebucht; das Programm ist online unter www.kuenske.de/Kultursommer zu finden. Wie der Vorstand berichtete, werde der Flyer in Kürze erscheinen, und es seien bereits einige Spenden eingegangen. Unter anderem von ansässigen Firmen aus Künsebeck und Halle. Der Vorstand betonte an dieser Stelle, wie wichtig diese Unterstützung sei, denn auf Spenden sei die Interessengemeinschaft angewiesen, um das Kulturangebot in der aktuellen Form dauerhaft aufrechterhalten zu können. Ein Konzert habe bereits am vergangenen Wochenende stattgefunden, auch im März werde es wieder tanzbare, gute Musik geben, bevor im Sommer dann das große Programm anstehe.

Im Anschluss an den Jahresbericht informierte Nicole Wiese, Filialleiterin des Supermarkts in Künsebeck, über die aktuelle Entwicklung und Zahlen. Man freue sich sehr darüber, dass Künsebeck ein so aktiver Ort sei – insbesondere bei Social Media und beim Drehen von Videos –, doch die Verkaufszahlen würden diese Dynamik noch nicht ausreichend widerspiegeln. Wiese betonte, man wisse genau, dass die Umstellung der Waren, eine kaputte Tür und der Ausfall der Kasse zu Unmut geführt hätten und Künsebeck lange darunter leiden musste; umso größer sei die Hoffnung, dass sich bald alles einspiele. Die letzte größere Umstellung betreffe noch die Hygieneartikel, danach sei Tante ENSO komplett neu aufgestellt. Die Interessengemeinschaft unterstrich gleichzeitig, dass sie den Standort weiterhin aktiv begleiten werde. Nicht nur mit Veranstaltungen und dem Format „Tante ENSO – Auf einen Kaffee“, sondern ab kommender Woche auch mit Kochvideos, zu denen es Rezepte geben soll, inklusive der Möglichkeit, die passenden Waren im Tante ENSO fertig zusammengestellt mitzunehmen. Ab März werde man zudem zum Frühstücken in den Tante ENSO einladen, um in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig wurde ein klarer Appell formuliert: Die Kennzahlen zeigten deutlich, dass der erste Einkauf, wenn möglich, nicht woanders getätigt werden sollte, sondern zunächst im Tante ENSO, Und erst das, was dann noch fehle, im großen Supermarkt. Denn, so wurde betont, Tante ENSO sei ein Startup und kein Riesenkonzern. Und das Wichtigste, der Supermarkt aller Künsebecker*innen, immerhin ist das Dorf hinterm Deich stärkstes in der Anzahl der Teilhhaber*innen zum Ladensystem.

Die Umsatzzielerreichung 91,68 Prozent sowie eine Warenkorbgröße von 8,62 Euro, die eigentlich bei 10 Euro liegen sollte reichen hier nicht aus. „Kindereinkäufe“ wie es der Vorstand nannte, also nur was habe ich vergessen oder ich brauche noch Süßigkeiten, halten den Laden nicht in seiner Form aufrecht.

Nach diesem Rückblick berichtete Kassenwartin Christina Rulik über die finanzielle Situation des Vereins. Man stehe aktuell auf stabilen Füßen, habe aber große Pläne für 2026. So sei die Anschaffung einer Nikolaus-Markthütte im Gespräch, außerdem sollen Renovierungsarbeiten am Gemeindehaus aus Vereinsmitteln unterstützt werden. Weil das Haus nicht nur von der Kirchengemeinde genutzt werde, sondern ebenso von weiteren Gruppen im Ort. Rulik betonte zudem, dass die Mittel des Vereins zweckgebunden ausgegeben werden müssen, da der Verein seit einem Jahr gemeinnützig ist; der damit verbundene Aufwand habe sich aus Sicht des Vorstands gelohnt, und die Aktiven seien froh, dass die Umstellung und Beantragung so gut gelungen seien. Ein besonderer Dank galt denjenigen, die mit Rat und Tat bei diesem Prozess zur Seite standen. Auf Antrag der Kassenprüfer Reinhardt Joost und Detlef Kroos wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Im Nachgang wurde unter „Verschiedenes“ erneut über die Verkehrssituation, Wünsche für die Zukunft und auch ein Stück weit nostalgisch über gemeinsame Erinnerungen diskutiert. Dabei kamen weitere neue Themen auf, etwa die Idee, nach der kürzlich durchgeführten Erste-Hilfe-Schulung künftig auch einen Brandschutzkurs anzubieten. Mit vielen Impulsen, klaren Schwerpunkten und sichtbarem Engagement endete der Abend. Und Künsebeck kann so, wie es mehrfach anklingt, frohen Mutes in das Jahr 2026 starten.