Auf den Spuren der Künse – Ferienwanderung füh …
Gepostet in IGKB von Freddy am 21. August 2026
Zu einer besonderen Ferienwanderung hatte die Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger e.V. eingeladen. Ziel war es, Interessierten die Quellen der Künse und die Geschichte der Landschaft rund um Künsebeck näherzubringen.
Nach einem lockeren Einstieg von gut einem Kilometer vorbei am alten Kalkwerk Böckelmann traf die Gruppe auf Ralf Engelhardt, einen ehemaligen Mitarbeiter der Deponie in Künsebeck. Rund um die Wullwelle wusste er viel Spannendes zu berichten. Woher kommt das Wasser? Wie haben sich die Gesteinsschichten im Zuge vergangener geologischer und klimatischer Einflüsse verändert haben. Und welche Auswirkungen hatte die alte Deponie auf das Gewässer?
Engelhardt berichtete unter anderem davon, dass der Deponiekörper 1 einst den Zulauf zur Wullwelle beeinträchtigte und es dabei auch zu einer Verunreinigung kam, wodurch die Fische in den nahen Teichen verendeten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Deponie heute zu den am best überwachten ihrer Art gehört. Die Wullwelle selbst führt in ihrem heutigen Zustand wieder gutes Wasser in den Künsebecker Bach.
Anschließend übernahm Jochen Stoppenbrink aus Ascheloh die Führung. Er führte die Gruppe hinauf in den Teutoburger Wald und machte an zahlreichen spannenden Orten Halt. Die Quellen, die früher Wasser sprudeln ließen, sind aktuell ausgetrocknet. Stoppenbrink erklärte die verschiedenen Ursachen. Unter anderem den Bau und Betrieb von Brunnen im Raum Werther sowie die Folgen des menschengemachten Klimawandels.
Auch die Veränderungen im Wald waren Thema. Anschaulich erläuterte Stoppenbrink, wie der Borkenkäfer den Baumbestand geschädigt hat und welche Baumarten und Bestände die vergangenen Jahre besser überstanden haben.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten seine Geschichten aus der Vergangenheit. So berichtete er vom Flugzeugabsturz während des Krieges und davon, wie er selbst als Kind oben im Wald bei den Überresten des Flugzeugs gespielt hatte. Viele weitere Geschichten und Orte machten die Wanderung zu einer Reise durch Natur- und Ortsgeschichte.
Zum Abschluss kehrte die Gruppe auf dem Bauernhof von Jochen Stoppenbrink ein. Dort hatte die Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger Süßigkeiten und kühle Getränke vorbereitet. Nach knapp sieben Kilometern und etlichen Höhenmetern in den Beinen kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich wieder am Ringofenplatz an. Müde aber zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken.
Das Thema Wullwelle soll damit noch nicht abgeschlossen sein. Für interessierte Erwachsene plant die IGKB in der dunklen Jahreszeit einen weiteren Abend im Gemeindehaus. Gemeinsam mit Ralf Engelhardt soll es dann ausführlicher um die Wullwelle, die damalige Wasserzufuhr zum Klärwerk und die Geschichte der alten Deponie gehen.
