Künsebeck - Das Dorf hinterm Deich
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Kultursommer Künsebeck 2022 (pac)
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Leibesübungen im Zelt

Gepostet in Allgemein von pbadmin am 04. Juni 2008

Abriss der Turnhalle an der Grundschule Künsebeck frühestens in den Herbstferien

Halle (AG). Wer erwartet hatte, dass am ersten Ferientag der Abrissbagger vor der Turnhalle in Künsebeck vorfahren würde, um den Bau der geplanten Einfachhalle jetzt möglichst rasch zu erledigen, liegt falsch. Im Schul- und Sportausschuss wurde gestern Abend deutlich, dass die Tage der alten Halle zwar gezählt sind, aber ein verbindlicher Zeitplan noch nicht vorliegt. Während der rund zwölfmonatigen Bauphase soll der Schulsport in einem beheizbaren Zelt stattfinden.

Architekt Marius Schurbohm vom Büro B.K.S. Architekten stellte die Pläne für die neue Künsebecker Sporthalle vor. Dabei zeigte sich, dass der Teufel bei derartigen Planungen oft im Detail steckt. In diesem Fall war es die Frage des behindertengerechten Zugangs, die für Diskussionen sorgte. Vorgesehen ist der Anbau eines fast separaten Umkleidegebäudes in Richtung Sportplatz, das vor allem dem Außensport dient. Zwischen diesem Gebäudeteil und dem Teil der Bausubstanz, der nur saniert und nicht komplett neu gebaut werden soll, hat der Architekt ein neues, großzügiges Treppenhaus geplant. Darin soll ein Treppenlift installiert werden, der zum Beispiel Rollstuhlfahrern die Benutzung der Turnhalle ermöglicht. Durch die Hanglage des Grundstücks befindet sich der Boden der Turnhalle eine komplette Etage unter dem der Eingangshalle. Gegen diesen Entwurf protestierte vor allem Schulleiterin Ulrike Wohnhas. Denn wegen ihrer Funktion als Integrationsschule gibt es in Künsebeck nahezu immer Kinder, die auf einen solchen Treppenlift angewiesen sind. Die müssten allerdings durch lange Flure und den Musikraum fahren, um zum Lift zu kommen. Alternative könnte die Nutzung eines zweiten Treppenhauses sein, das näher am Hauptbau der Schule liegt, aber relativ eng ist. Über diesen Punkt soll jetzt kurzfristig eine Einigung erzielt werden, beschloss der Ausschuss. Die Vereine sollen ebenfalls noch zu Gesprächen gebeten werden. Nicht nur wegen dieses Abstimmungsbedarfs, sondern auch wegen der noch ausstehenden Anträge für Abriss der alten und Bau der neuen Turnhalle könnte der Abrissbagger frühestens zu Beginn der Herbstferien tätig werden. Doch spätestens dann stellt sich die Frage, wo Schul- und Vereinssportler dann bleiben sollen.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus muss mit rund zwölf Monaten Bauzeit gerechnet werden. Die Lösung dieses Problems soll ein beheizbares Thermozelt sein. Auf einer Fläche von zehn mal 15 Metern soll es sportlichen Aktivitäten Raum bieten. Die Kosten für Miete und Heizung dürften sich auf rund 40 000 Euro belaufen, ergab die Zusammenstellung . Rund 150 Quadratmeter Fläche soll das so genannte Hörster Forum aufweisen, zu dessen Bau der Ausschuss gestern den Weg freimachen konnte. Der Rat hatte vor einigen Wochen einen Aufschub für diese an sich schon umsetzungsreifen Pläne beschlossen, um bei der Diskussion um einen möglichen Standort für den Bau einer Zweifachhalle keine irreversiblen Fakten zu schaffen. Bei der bereits vor Wochenfrist im Bauausschuss vorgestellten Bewertung möglicher Standorte durch das Planungsbüro Nagelmann zeigte sich, dass der Bau des Forums mit keiner der theoretischen Möglichkeiten für den Sporthallenbau in Konflikt gerät. Karin Otte (SPD), die auch Mitglied im Bauausschuss ist, riet den Hörstern, dass sie alles daransetzen sollten, einen realisierbaren Standort zu benennen. Der Beschluss, den Bau des Forums nicht mehr länger zu verzögern, wurde einstimmig gefasst.

Quelle: www.haller-kreisblatt.de