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Lärmschutz an der ganzen A 33

Gepostet in Allgemein von Freddy am 28. Mai 2010 Tags: , , , ,

Mit eindeutiger Mehrheit sorgte der Haller Rat am Mittwochabend dafür, dass die A 33 auf Haller Stadtgebiet einen durchgehenden Lärmschutz aus Wällen und Wänden von mindestens drei Metern Höhe erhält. Wo Straßen.NRW dies verweigert, will die Stadt selbst die Kosten aufbringen. Ob das an freiwilligen Leistungen zum Schutz der Bürger genug ist, war umstritten – und soll später noch einmal thematisiert werden.

Immerhin ist jetzt die wichtigste Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich bald in der Künsebecker Landschaft große Erdhaufen auftürmen können. In diesen so genannten Bodenlagern wird das Material, das von Baufirmen aus der Region angeliefert werden soll, bis zu seiner Verwendung zwischengelagert. Wie hoch das Gras auf diesen Haufen gewachsen sein wird, ehe sie zu Lärmschutzwällen entlang der A 33 aufgebaut werden können, ist sicher kaum seriös abzuschätzen. Einig waren sich die Parteien auch, dass entgegen den Argumenten der Verwaltung Chancen bestehen, die Wälle und Wände an der Autobahn als Platz für Fotovoltaikanlagen zu nutzen oder nutzen zu lassen. Vielfach wurde die Hoffnung geäußert, dass damit auch mehr Lärmschutz zu erreichen sei. Lärm allerdings wird durch Masse gebremst – ein Grund, warum Erdwälle so gut funktionieren. Solarelemente sind in Form und Wirkung mit dünnen Brettern zu vergleichen – zu viel Hoffnung scheint da sinnlos.

Die vielleicht vorhandenen Hoffnungen der Anwohner von Westumgehung, Alleestraße und Gütersloher Straße in Bokel wollte eine ungewöhnliche Koalition aus CDU, Grünen, STU und UWG am Mittwoch noch noch nicht gänzlich zerstören. Dass die Menschen an diesen wichtigen Zubringerstraßen nach Fertigstellung der Autobahn mit mehr Verkehr und mehr Lärm rechnen müssen, ist unstrittig. Unstrittig ist aber auch die Gesetzeslage. Der Bund sieht überhaupt keine Verpflichtungen, in solchen Fällen zu helfen. Und für die Stadt Halle warnte die SPD vor eiem Fass ohne Boden, dass aufgemacht werden könnte. Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann positionierte sich klar dagegen, diese Frage noch ein weiteres Mal zu vertagen und Hoffnungen zu wecken. Sie erinnerte an die bereits vorhandene Lärmschutzwand an der Westumgehung, deren Abrechnung zu etlichen Gerichtsterminen geführt habe und warnte davor, „in einer solchen Frage rumzueiern.“ Auf Anraten von Grünen und CDU zog die STU ihren entsprechenden Antrag zurück – allerdings nur vorerst.

Quelle: Haller Kreisblatt / www.haller-kreisblatt.de/

A. Großpietsch