Jesus und die Abstandsregelung

Gepostet in Allgemein von Freddy am 02. Mai 2020

Kontaktsperre und Abstandsregelungen geben im Moment unseren Alltag und unseren Takt vor. Umso erstaunlicher, dass wildfremde Menschen durch Künsebeck ziehen und frohen Mutes an den Haustüren klingeln und mit einem sprechen möchten. „Ich komme nicht von den Zeugen Jehovas und auch nicht von einer Sekte,“ dies war der erste Satz den ich zu hören bekam. „Ich möchte ihnen Jesus näher bringen.“ Aha dachte ich , der kennt mich nicht. Mein zweiter Gedanke war, jeder hat seine Meinung, er soll seine haben. Ich bin da ganz neutral – wenn er anderen Menschen mit seinen Besuchen Jesus näher bringen möchte, bitte darf er. Doch er kannte sie nicht – die Abstandsregel. Und da platze bei mir dann doch die Hutschnur. Freundlich aber bestimmend habe ich ihm deutlich gemacht, dass wir in Zeiten der Corona Pandemie mit oder ohne Jesus den Abstand wahren müssen und er doch sehr über griffig sei zu meinen, er könne in mein Haus. Auch wollte ich bei aller Liebe seine Flyer nicht! „Aber die habe ich doch extra im Internet bestellt,“ beteuerte er und dass er von der freien evangelikalen Gemeinde Werther sei. Ich wurde stutzig. Werther? Da ist doch der Berg zwischen uns – und das ist vielleicht gut so, was treibt ihn zu uns hinter den Deich? Bei aller christlicher Nächstenliebe und Meinungsfreiheit, wir haben uns mit ein paar thematischen Ansätzen beworfen und er merkte schnell- hier gibts nix zu gewinnen. Summe der Geschichte: In diesen Zeiten sollten wir weiter Vorsicht walten lassen – keine Fremden nah an sicher heran lassen, die scheinbar in jeden Garten stiefeln und Menschen sehr nahe sein wollen…. In diesem Sinne, bleibt gesund!
Bild @ pixabay/geralt