Glasfaser Ausbau
Gepostet in Allgemein von Freddy am 23. April 2026
Beim geplanten Glasfaserausbau in den sogenannten grauen Flecken in Halle (Westf.) sind noch nicht alle Rahmenbedingungen abschließend geklärt. Insbesondere steht derzeit noch nicht fest, welches Telekommunikationsunternehmen den Ausbau übernehmen wird. Erst wenn der Betreiber feststeht, kann die Ausschreibung erfolgen. Nach aktuellem Stand sollen die Planungsarbeiten im Sommer weiter vorangetrieben werden. Tendenziell wird derzeit mit einem Baubeginn Anfang 2027 gerechnet.
Wichtig ist nun zunächst die Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer. Wer einen Anschluss im Rahmen des Ausbaus erhalten möchte, muss über die Internetseite der Stadt Halle (Westf.) einem Grundstücksnutzungsvertrag zustimmen. Dabei sind auch die Eigentümerdaten sowie eine Ansprechperson anzugeben. Diese Angaben sind für die Koordination der anstehenden Tiefbauarbeiten erforderlich. Nach dem Einreichen wird eine Bestätigung per E-Mail versendet. Die Zustimmung muss bis Ende Mai vorliegen, damit die Stadt auf dieser Grundlage die weiteren Planungen fortsetzen kann.
Sobald die Daten vollständig vorliegen, kann die Stadt die nächsten Schritte konkret vorbereiten. Für die Arbeiten auf den privaten Grundstücken ist eine Zustimmung zum Tiefbau erforderlich. Hierfür sollen den Eigentümerinnen und Eigentümern verschiedene Zeitfenster zur Auswahl angeboten werden. Im weiteren Ablauf wird zunächst die Rohrleitung in der Straße verlegt, anschließend folgen die Hausanschlüsse. Zunächst wird dabei ein Leerrohr bis zum Gebäude geführt. Erst später wird die Glasfaser mittels Luftdruck in dieses Rohr eingebracht. Nach der Dokumentation der Anschlüsse gibt das jeweilige Telekommunikationsunternehmen die Anschlüsse schließlich frei.
Als optimal gilt ein Anschluss im Keller beziehungsweise Heizungskeller. Grundsätzlich ist jedoch auch ein oberirdischer Hausanschluss möglich. Wer auf dem eigenen Grundstück ohnehin Bauarbeiten plant, kann bereits jetzt ein Leerrohr mit verlegen lassen. Pro Gebäude beziehungsweise Hausnummer ist ein Anschluss vorgesehen. Bei Häusern mit mehreren Parteien werden die Anschlüsse weiter zu den einzelnen Wohnungen geführt.
Noch offen ist, welches Unternehmen den Ausbau in den grauen Flecken übernimmt, da hierfür zunächst die Fördermittel ausgeschrieben werden müssen. Sollte – wie bereits beim Ausbau der weißen Flecken – die Telekom den Zuschlag erhalten, wäre sie verpflichtet, die verlegten Leitungen auch anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen. Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet der Ausbau allerdings nicht automatisch, dass sie später auch einen Glasfasertarif buchen müssen. Die Möglichkeit zum Anschluss besteht unabhängig davon, ob das Angebot am Ende genutzt wird.
