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Kläranlage Planungen schreiten voran

Gepostet in Lokalpolitik von Freddy am 25. April 2026

Ausbau der Kläranlage Künsebeck zur Zentralkläranlage: Projekt läuft weiter nach Plan

Der Ausbau der Kläranlage Künsebeck zur künftigen Zentralkläranlage der Stadt Halle (Westf.) schreitet weiter voran. Das geht aus dem Projektstatusbericht Nr. 2/26 hervor, der den Zeitraum vom 3. Februar bis zum 28. April 2026 umfasst. Auftraggeber ist die Stadt Halle (Westf.), das geplante Projektende liegt im zweiten Quartal 2031. Im aktuellen Bericht wird der Projektfortschritt weiterhin in der Planungsphase verortet.  

Im Kern geht es bei dem Vorhaben um die Zentralisierung der kommunalen Abwasserreinigung. Dafür soll der Standort Brandheide aufgegeben und die Anlage in Künsebeck aus- beziehungsweise umgebaut werden. Vorgesehen ist eine Erweiterung auf 48.000 Einwohnerwerte. Geplant sind unter anderem der Neubau der biologischen Reinigungsstufe, die Umstellung auf eine anaerobe Schlammstabilisierung mit Schlammfaulung, die Sanierung und der Umbau großer Teile der bestehenden Anlage sowie der Bau einer vierten Reinigungsstufe zur Reduzierung von Mikroschadstoffen.  

In der aktuellen Berichtsphase wurden mehrere Planungsschritte abgeschlossen oder weitergeführt. Nach Angaben im Bericht ist die Entwurfsplanung für das Betriebsgebäude einschließlich technischer Gebäudeausrüstung abgeschlossen. Zudem wurde ein hydrogeologisches Gutachten erstellt und bei der Bezirksregierung Detmold eingereicht. Auch die Bauablaufplanung und die Ausführungsplanung wurden fortgeschrieben. Die Umsetzung soll in vier Bauabschnitten erfolgen. Darüber hinaus wurde die Aufteilung des ersten Vergabepakets ausgearbeitet.  

Als nächste Schritte nennt der Bericht vor allem den Erhalt der Genehmigung, die derzeit bis Ende April 2026 erwartet wird. Danach sollen die Förderanträge vorbereitet und eingereicht werden. Außerdem stehen Bauschadstoffuntersuchungen an den Bestandsgebäuden sowie die weitere Ausführungsplanung für den ersten Bauabschnitt auf dem Programm. Dieser erste Abschnitt umfasst unter anderem den Neubau der Biologie, der Vorklärbecken, der Niederspannungshauptverteilung sowie der Faulungs- und Schlammbehandlungsanlagen. Laut Zeitleiste wird der Baubeginn derzeit für Anfang 2027 angestrebt.  

Der Bericht weist zugleich auf mehrere Risiken hin. So könnten Nachforderungen oder Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren den Ablauf beeinflussen. Auch der Zeitraum bis zur Förderzusage könnte sich verschieben, da die Antragstellung erst nach Erhalt der Genehmigung möglich ist. Erst nach einer Förderzusage kann dem Bericht zufolge auch die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen. Ein weiterer offener Punkt sind die Ergebnisse der Bauschadstoffuntersuchung.  

Die Kostenberechnung stammt aus dem Juni 2025. Danach liegen die Baukosten bei 44,549 Millionen Euro brutto, die Baunebenkosten bei 8,387 Millionen Euro brutto. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt damit 52,936 Millionen Euro brutto. Seit Juni 2025 sei bei Ingenieurbauwerken nach Destatis zudem eine Baupreissteigerung von 0,6 Prozent festgestellt worden, bezogen auf den Stand des vierten Quartals 2025. Der nächste Berichtstermin ist für den 16. Juni 2026 vorgesehen.