Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 8 - Mai - 2015

brocky»Wenn, dann mussten wir es jetzt tun«

Eröffnungsempfang des Gartencenters Brockmeyer mit Ehrengästen – Bürgermeisterin sieht Sogwirkung für Halle

Halle-Künsebeck(WB). Die offizielle Eröffnungsfeier für das deutlich erweiterte Gartencenters Brockmeyer hat am Dienstagabend zu einer lebhaften Diskussion geführt, was für unternehmerischen Erfolg notwendig ist.

 

Von Stefan Küppers

 

Das Unternehmer-Ehepaar Henry und Silke Brockmeyer hat nach stressigen Monaten die große Erweiterung des Haller Stammbetriebes abgeschlossen und lud Freunde, Mitarbeiter und Ehrengäste zu einem Empfang in das große neue Café ein, das selbst schon Maßstäbe setzt. Indem das Café (mit großem Kinderspielbereich) nämlich in einem eigenen Betonkubus gebaut wurde, verfügt es nämlich über eine wesentlich angenehmere Akkustik, als wenn es im Gewächshausbereich realisiert worden wäre.

 

In launigen Interviews mit Unternehmensberater Ralf R. Strupat vom Haller »Begeisterungsland« ließen Henry und Silke Brockmeyer die quasi Verdoppelung des bisherigen Gartencenters auf rund 9000 Quadratmeter Verkaufsfläche Revue passieren. »Ich war noch nie so kaputt in meinem Leben, denn der ganze Ausbau lief neben dem Verkauf«, sagte Silke Brockmeyer, die für die Unterstützung des Teams dankte. Nun ist auch der Stammsitz mit den beiden anderen Standorten Detmold und Gütersloh auf Augenhöhe. »Wenn, dann mussten wir es jetzt tun. Mit solchen Entscheidungen kann man nicht ewig warten«, sagte der 50-jährige Unternehmer, der im Januar 2012 die erste Bauvoranfrage stellte. Man werde praktisch auch zur Größe getrieben, stellte Henry Brockmeyer mit Blick auf den harten Wettbewerb fest. Auf Strupats Frage, ob er ein Berufsoptimist sei, meinte er: »Ich sehe mich als Realisten, und ich glaube, dass bei aller Internet-Konkurrenz ein Einkaufserlebnis mit allen Sinnen bevorzugt wird. Was wir bieten, kann der Kunde online nicht erleben.«

 

Ein herzlicher Dank des Unternehmerpaares ging an das Architekturbüro Wannenmacher-Möller aus Bielefeld, die alle drei Brockmeyer-Gartencenter gebaut haben, ohne dass sie zuvor darauf spezialisiert gewesen wären. Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann gratulierte den Brockmeyers zu ihrem Erfolg und stellte fest, dass im Zusammenhang mit Angeboten anderer Unternehmen – sie nannte beispielhaft Marktkauf Speicher und Gerry Weber – Halle eine regelrechte Sogwirkung entfalten könne. Davon werde die ganze Stadt profitieren, zeigte sie sich überzeugt. Zugleich erinnerte sie an den nicht einfachen Weg bis zur Baugenehmigung, bis alles hieb- und stichfest gewesen sei.

 

Die stellvertretende Landrätin Elke Hardieck lobte das klare Konzept und die gelungene Deko im Gartencenter. Sie erinnerte an das Wort des Landrates, dass die Kreisverwaltung keine Verhinderungs-, sondern eine Ermöglichungsbehörde sein solle. Lobende Worte an das Unternehmerpaar kamen vom Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Prowi GT, Albrecht Pförtner, der das Teamplay und die harte Arbeit im Unternehmen herausstellte. Dank der Hartnäckigkeit der Brockmeyers und der Findigkeit der Bauverwaltung der Stadt Halle seien die Herausforderungen erfolgreich gemeistert worden, meinte Pförtner.

 

Auch Henry Brockmeyer hob abschließend auf den Geist in einer Stadt ab. Halle habe sicherlich eine Vorreiterrolle in Sachen Unternehmensfreundlichkeit.