Ravenna-Park beschäftigt Politik der Stadt Halle

Posted by Haller Kreisblatt On April - 17 - 2012

Ganz dicke Bretter zu bohren oder besser gesagt, ganz dicke Aktenstapel zu bearbeiten ist die Aufgabe der Haller Kommunalpolitik in den nächsten knapp zwei Wochen. Das alles beherrschende Thema in den Sitzungen mehrerer Ausschüsse ist das Industriegebiet Ravenna-Park. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung der Politiker mit den zahlreichen Einwendungen gegen das geplante Großprojekt an der A 33-Auffahrt in Künsebeck. Der Anfang wird dabei bereits heute Abend im Bau- und Verkehrsausschuss gemacht. Ab 17.15 Uhr wird im Sitzungssaal des Rathauses der Entwurf der Entlastungsstraße vorgestellt. Diese Straße dient zwar zunächst vor allem dem Zweck, den Verkehr von der Autobahn bei Fertigstellung des Abschnitts Steinhagen aufzunehmen, um ihn dann über Bokel an Halle entlang zu leiten, doch ist sie darüber hinaus auch die zentrale Erschließung des 42-Hektar-Gewerbegebiets. In der Sitzung soll aber auch gezeigt werden, wie sich derzeit die Lage der übrigen Erschließungsstraßen darstellt. Schließlich müssen die unterschiedlichen Teile des Gebietes dem Verkehr zugänglich gemacht werden. Die Schwierigkeit ist dabei, dass die Detailplanungen sich als nicht zu den Interessen der Grundstückskäufer passend herausstellen können und eventuell wieder geändert werden müssen. An der großen Linie, an der Autobahn ein großes Gewerbegebiet entstehen zu lassen, will die ganz große Mehrheit der Parteien im Rat nichts mehr ändern. Gleichwohl müssen sich die Politiker mit den Argumenten der Gegner des Ravenna-Parks sehr genau auseinandersetzen. In der kommenden Woche passiert das auf zwei Ebenen, wobei sich für die beteiligten Verwaltungs- und Ausschussmitglieder eine gute Chance auf Überstunden abzeichnet. Denn so groß wie die Begeisterung in Verwaltung und Politik für die Planung des Ravenna- Parks ist: Der Widerstand gegen das Projekt in Form von detaillierten, oft auch mit Hilfe von juristischem Beistand verfassten Stellungnahmen ist außerordentlich. Das zeigte sich bereits in der Vergangenheit und wird auch bei den beiden Sitzungen in der nächsten Woche wieder deutlich erkennbar sein. Am Dienstag, 24. April, geht es im Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss um den Bebauungsplan für das interkommunale Gewerbegebiet Ravenna Park. Im Rahmen der sogenannten Offenlage konnten Bürger ihre Einwände und Bedenken sowie mögliche Anregungen zu den Plänen deutlich machen. Über die Einwendungen muss jeweils detailliert beraten und abgestimmt werden. Getagt wird ab 17.15 Uhr im Schulzentrum Masch, um auch bei stärkerem Publikumsinteresse genügend Platz bieten zu können. Einen Tag später, am Mittwoch, 25. April, soll ebenfalls ab 17.15 Uhr wieder der Sitzungssaal im Rathaus reichen, wenn es im Haupt- und Finanzausschuss aus einem anderen Blickwinkel um das Thema Ravenna- Park geht. Dann steht die Änderung des Flächennutzungsplans auf der Tagesordnung. In dieser übergeordneten Planungsebene geht es eher um grundsätzliche Fragen, während Details eher im Bereich der Aufstellung des Bebauungsplans behandelt werden. Alle Sitzungen zu dem Thema sind öffentlich. Die Einwender haben aber kein grundsätzliches Rederecht, sondern können die Diskussion nur verfolgen. Die Politiker können allerdings beschließen, dass in einem Teil der Sitzung auch Zuhörer zu Wort kommendürfen.

Quelle: www.haller-kreisblatt.de / Haller Kreisblatt/ 17.April 2012

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Bilder vom “Trauermarsch”

Posted by admin On Januar - 13 - 2012

Auch von  der kleinen Demo in Künsebeck haben wir ein paar Bilder.

Zum Ansehen bitte auf weiter lesen klicken – Danke!

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Karten

Posted by Freddy On Januar - 10 - 2012

Die Karte in groß finden sie hier:

http://www.hallewestfalen.de/pics/medien/1_1325749955/56-GE_A33-Plankarte-Entwurf_04.01.2012.pdf

Mehr Karten zum Thema hier:

http://www.hallewestfalen.de/staticsite/staticsite.php?menuid=147&topmenu=109

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Rat beschliesst Ravennapark

Posted by admin On November - 12 - 2011

Der Stadtrat hat die Beschlüsse zur Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebietes inklusive des Baus einer Entlastungsstraße mit großer Mehrheit bestätigt. Nein-Stimmen kamen lediglich von der STU. Die Pläne gehen zu Beginn des neuen Jahres in die erneute Offenlage. Dann können alle Bürger wieder Einwendungen vorbringen.

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Herbst im Ravenna-Park

Posted by Detlef On Oktober - 27 - 2011

Hier einige Herbstfotos Oktober 2011 aus dem “Ravenna-Park” und der Patthorst.

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Um die Diashow zu öffnen, klicken sie bitte auf weiter lesen!

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Bebauungsplan für den Ravenna-Park nimmt wichtige Hürde problemlos

Posted by Haller Kreisblatt On Oktober - 20 - 2011

Der Unterschied von Brutto und Netto hat schon manches Mal für Verwirrung gesorgt. Beim jüngsten Entwurf für das Industrie und Gewerbegebiet Ravenna Park in Künsebeck, vorgestellt am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, war er besonders deutlich zu erkennnen. Denn 42 Hektar groß ist der für die Ansiedlung von Unternehmen vorgesehene Bereich an der Autobahn in Künsebeck – brutto. Netto sind es derzeit nur noch knapp 33 Hektar. Das liegt unter anderem daran, dass für die Bezirksregierung auch der Grünzug zwischen den beiden Teilbereichen als Teil des Gewerbegebiets gilt. Und das, obwohl er nicht bebaut werden soll und man sogar auf einen durch ihn hindurchlaufenden Gehund Radweg verzichtete. Das war längst nicht die einzige Neuerung, die Planer Dirk Tischmann präsentierte. Denn in seinem aktuellen Planentwurf hatte er bereits eine ganze Reihe von Ergebnissen eingearbeitet, die sich aus den Einwendungen und Anregungen von Bürgern und Behörden ergaben. Die ganz große Mehrheit der Politiker folgte seinen Ausführungen und Beschlussvorschlägen zu diesen Stellungnahmen. In den meisten Fällen lautete der Beschluss schlicht: »Die Anregungen der Anlieger werden zur Kenntnis genommen. Das Planvorhaben wird (trotzdem, Anmerkung der Redaktion) weiter verfolgt. Manchmal wurde auch der zusätzliche Hinweis aufgenommen, dass der Anregung im Rahmen des Gesamtkonzepts wenigstens teilweise entsprochen werden konnte. Besonders deutlich wird das bei der Kreisstraße. Sie soll als Erschließung eines Teils der Gewerbeflächen mitten in das Gebiet hineinlaufen. Damit würden die derzeitigen Anwohner dieser Straße künftig an einer wenig befahrenen Sackgasse wohnen. Diese Anregung war mehrfach geäußert worden. Der Vorschlag, sie noch etwas näher in Richtung Grüngürtel zu verschieben, wurde dagegen nicht entsprochen. Deutlich fester gezurrt wurde die Abgrenzung des Ravenna- Gewerbes durch die Entlastungsstraße mit einem begrünten Wall. Als zusätzlicher Puffer zur Wohnbebauung vor allem der Dellbrüggesiedlung dient ein breiter, landwirtschaftlich genutzter Grünstreifen.Schon allein durch diesen Abstand seien alle gesetzlichen Auflagen erfüllt, erläuterte Dirk Tischmann. So fiel es den Vertretern der Parteien, die sich als starke Befürworter des Ravenna-Parks zeigten, leicht, den Vorschlägen in der Verwaltungsvorlage zu folgen. 34 Einzeleinwendungen wurden in knapp vier Stunden Sitzungszeit abgearbeitet. Bis auf die STU, die Autobahn und Gewerbe an dieser Stelle grundsätzlich ablehnt, sind sich alle politischen Richtungen in Halle einig. Die rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer verließen nach und nach die Versammlungsstätte. In einer Sitzungsunterbrechung hatten sie zwar einige Kritikpunkte geäußert, aber damit fast keinen Widerhall gefunden. Vielmehr zeigten sich die Politiker begeistert von den Aussagen des Planers, der bis zu 1200 Arbeitsplätze im Ravenna-Park versprach.

Quelle: www.haller-kreisblatt.de

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Grünes Licht für Industriegebiet

Posted by Westfalen Blatt On Oktober - 20 - 2011

Halle-Künsebeck (WB). Das Verfahren für den Bau einer Entlastungsstraße sowie ein interkommunales Gewerbegebiet an der A 33 in Künsebeck ist am späten Dienstagabend einen großen Schritt voran gekommen. Der Haller Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat nach vier Stunden Sitzung der Planung zugestimmt.

Viele Künsebecker wollten sich mit den Antworten der Verwaltung auf ihre Einwendungen nicht ohne weiteres zufrieden geben. Hier diskutiert eine Bürgerin mit Bauamtsleiter Jürgen Keil. Foto: Stefan Küppers

Bis auf Thomas Andres von der STU, der 30 000 Fahrzeuge täglich auf der A 33 sowie weitere 10 000 Kfz auf der Entlastungsstraße für »eine Fehlplanung von Anfang an« hält und konsequent gegen die Planung stimmte, befürworteten Vertreter aller Parteien Gewerbegebiet und Entlastungsstraße. Ulrike Sommer (SPD) wehrte sich dagegen, dass in der bisherigen Debatte Industrie und Gewerbe oft grundsätzlich negativ dargestellt worden seien. Halle aber müsse als Gewerbestandort weiterentwickelt werden, denn es gehe auch um Arbeitsplätze. Sie verwies darauf, dass im Anfang 2012 folgenden Offenlage-Verfahren jeder Bürger neue Einwendungen erheben könne. Im Ravenna-Park würden schätzungsweise 1000 bis 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen, meinte Klaus-Peter Kunze (FDP). »Unsere gute Gewerbesteuer kommt aus genau solchen Gebieten«, verstärkte Stefan Siemens (CDU), der zudem auf breite Grüngürtel zur Abschirmung zu Wohngebieten verwies.

Gleichwohl waren unter den etwa 80 Zuhörern jede Menge Projektgegner aus Künsebeck. Gegen die Planung liegen allein 36 Einwendungen von Bürgern und auch Bürgergruppen vor. Es entsponn sich eine lebendige Diskussion zwischen Betroffenen und Vertretern der Verwaltung beziehungsweise Stadtplaner Dirk Tischmann. Letzterer trug die wichtigsten Einwendungen und die von der Verwaltung verfassten Erwiderungen vor.

»GAU für Künsebeck«

Ein Streitpunkt tauchte immer wieder auf: Welche Wirkung hat die Entlastungsstraße wirklich? Mancher Künsebecker, darunter der Ex-UWG-Ratsherr Fritz Schlüpmann, ist der Auffassung, dass diese neue Straße neben der A 33 und dem Gewerbegebiet noch mehr zusätzliche Belastung für den Ort bedeutet.

Stadtplaner Tischmann hält diese Sichtweise im Lichte von Verkehrsgutachten für falsch. Die künftigen Verkehrsmengen auf der Entlastungsstraße schwanken zwischen 9 000 und 13 000 Fahrzeugen am Tag. Doch diese Straße, so Tischmann, bringe eben nicht nur Entlastung im Bereich der Ortsdurchfahrt B 68, sondern auch und gerade für Straßen in Künsebeck. Beispielhaft nannte er die Flurstraße. Mit Entlastungsstraße fielen auch bei einer durchgebauten A 33 etwa 4600 Kfz täglich weniger an. Hingegen ohne Entlastungsstraße und einem Ende der A 33 an der Auffahrt Schnatweg steige die Verkehrsbelastung um 4900 Fahrzeuge am Tag auf der Flurstraße.

Den Fall, dass die A 33 am Schnatweg endet, ohne dass die Entlastungsstraße fertig wäre, will sich Bauamtsleiter Jürgen Keil gar nicht ausmalen: »Da kann ich dann nur sagen: Gute Nacht, Marie. Es wäre der GAU für Künsebeck.« Es sei daher schade, dass viele Künsebecker die Entlastungsstraße so kritisch sähen, meinte Keil.

Sorge um Wertverlust

Breiten Raum in den Einwendungen nimmt die Sorge um Wertminderungen von Immobilien im Umfeld von Gewerbegebiet und Entlastungsstraße ein. Die Stadt verweist darauf, dass hier verkehrsplanerische und städtebauliche Ziele wie die Entlastung der B 68 in Halle mit einer großen Anzahl von Anwohnern sowie private Belange im oder am Rande des Plangebietes in Künsebeck abzuwägen seien. Tischmann machte darauf aufmerksam, dass zahlreiche Häuser im Außenbereich lägen: »Hier ist Wohnen nur im Rahmen des Bestandsschutzes möglich, mehr aber nicht.« Eine Wertminderung von Immobilien im Sinne des Gesetzes gebe es nicht, insofern auch keinen Anspruch auf Entschädigung durch die Stadt. Das habe ein Fachanwalt auch geprüft.

Betriebe und ihr Lärm

Wegen der vielen Sorgen in den Einwendungen um Lärm erläuterte Tischmann das im Gewerbegebiet angewandte Prinzip des »emmissionswirksamen flächenbezogenen Schallleistungspegel«. Dies bewirke, dass bei den angrenzenden Wohngebieten der Grenzwert des gesetzlich zulässigen Lärms nur dann erreicht werde, wenn alle Betriebe zusammen und auf einmal die ihnen zugestandenen »Lärmkontigente« ausschöpften. Das Verfahren erlaubt nach Auffassung der Planer »intelligente Lösungen«. Denn merkt ein Betrieb, dass die ihm zugestandenen Lärmkontigente überschritten werden, kann er durch veränderte Architektur oder die Platzierung von Gebäuden Abschirmungseffekte erzielen.

Gebiet ist geschrumpft

Gegenüber den bisherigen Entwürfen, weist die jetzige Planung einige Veränderungen auf. So wurde der reine Gewerbegebietsbereich im Zuge der Regionalplanänderung bei der Bezirksregierung von vormals 42 auf 36 Hektar verkleinert, weil das Land nicht mehr Flächenbedarf zugestehen will. Ein »Zipfel« von sechs Hektar ist planerisch nun wieder Grünfläche. Diese sei aber auch eine erste mögliche Erweiterungsfläche, so Tischmann.

Eine neue Führung bekommt auch die Kreisstraße im oberen Bereich. Und direkt an dem Kreisverkehr im Kreuzungsbereich von Tatenhausener Straße/Entlastungsstraße/Künsebecker Weg soll eine Gemeinbedarfsfläche für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses eines möglichen Löschzuges Künsebeck freigehalten werden. Hintergrund: Die Feuerwehr braucht die Nähe zur Autobahn.

Sensible Umweltfragen

Wegen der sensiblen Umweltfragen, derentwegen unter anderem die GNU die Planung vollständig ablehnt, sind die Einwendungen der Landschaftsbehörden besonders zahlreich. Weil Kiebitz und Rebhuhn durch die Planung vertrieben werden, müssen schon jetzt Ausweichquartiere entwickelt werden, damit sie in einigen Jahren tatsächlich angenommen werden. Dem Einwand der Unteren Landschaftsbehörde, dass der Grünzug durchs Gewerbegebiet noch breiter werden soll, will die Stadt jedoch nicht folgen.

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Sondersitzung für den Ravenna-Park

Posted by Haller Kreisblatt On Oktober - 13 - 2011

Obwohl seine Themen oft mehr Interesse verdient hätten, reicht für die Sitzungen des städtischen Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung normalerweise der kleine Saal im Rathaus. Ganz anders wird das am Dienstag, 18. Oktober, aussehen, erwartet die Stadt Halle. Denn dann wird ab 18 Uhr im großen Saal des Schulzentrums Masch getagt. Thema ist das Gewerbegebiet Ravenna-Park. Mehrere hundert Seiten dick ist die Sitzungsvorlage – auch das zeigt die Bedeutung dieses Themas. Dutzende von Stellungnahmen der unmittelbar Betroffenen sowie der Künsebecker Bürger werden dort zusammengefasst. Zwar gab es schon mehrere öffentliche Veranstaltungen zu dem Thema, bei denen Kritik an dem Industriegebiet mit Umgehungsstraße und A 33-Auffahrt unmittelbar südlich des Ortsteils Künsebeck geäußert werden konnte, doch jetzt liegen zum ersten Mal schriftliche Stellungnahmen vor. Viele Menschen haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, nicht wenige sogar Rechtsanwälte bei der Formulierung herangezogen. Wenig überraschend, dass die Stadtverwaltung trotzdem der Meinung ist, mit der Planung im Wesentlichen alles richtig gemacht zu haben. Interessant ist der Blick auf einige Details dieser städtischen Einschätzungen. Der ist möglich, weil die Verwaltung die Einwendungen nicht nach und nach jede einzeln abarbeitet, sondern aus den gesamten vorgebrachten Kritikpunkten Themenfelder herausgearbeitet hat. Das wirkt zwar auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, erspart aber endlose, ermüdende Wiederholungen bei der öffentlichen Sitzung. Ein Beispiel macht das deutlich: Sehr viele Einwendungen kritisieren den erheblichen Flächenbedarf und üben eine eher grundsätzliche Kritik am Ravenna- Park. Die Stadt antwortet darauf mit Verweis auf die Beratungen im Regionalrat zur Änderung des Regionalplans – sie war eine Voraussetzung für die Durchführung der Haller Pläne. Dort wurde bestätigt, dass es Bedarf gibt, weil in Ostwestfalen vergleichsweise wenig Flächen für die Ansiedlung von Industriebetrieben zu finden sind. Auch im Kreis Gütersloh gebe es einen erheblichen Bedarf an solchen Flächen. „Das Vorhaben dient der Entwicklung und Sicherung der heimischen Wirtschaft“, schreibt die Verwaltung. Zwar führe es zu „nicht unerheblichen Eingriffen in den Landschaftsraum“, doch finde sich hier eine „vergleichsweise günstige Lage“ im Siedlungsgrundriss und an der künftigenA 33. Dieser vorbildliche Ansatz für das Allgemeinwohl findet seine Fortsetzung in der Aufteilung des Gebietes. Die Bezirksregierung billigte Halle wie berichtet nur den kleinen Anteil von 16 der insgesamt 42 Hektar zu, 21 Hektar dienen den Interessen der Kreisstadt Gütersloh, mit fünf Hektar ist die Stadt Werther amRavenna-Park beteiligt. In den Stellungnahmen der Stadt finden sich auch Hinweise auf die gewünschte Nutzung des Gebietes. Großbetriebe, die rund um die Uhr arbeiten wollen, sind die Wunschpartner der Stadt. Das relativ wenigen Beschränkungen unterworfene Industriegebiet soll möglichst auch für eben diese Zwecke genutzt werden, die in den normalen Gewerbegebieten eher nicht realisierbar sind. Die Ansprüche der Künsebecker auf Schutz vor zu starken Belastungen sieht die Stadt durch die derzeit favorisierte Gliederung am besten gewährleistet. So soll die geplante Entlastungsstraße die Abgrenzung der Bereiche bilden, von denen Belastungen für die Anwohner vor allem der Flurstraße und der weiteren südlichen Wohngebiete von Künsebeck ausgehen. In diese Richtung soll ein etwa drei Meter hoher, standortgerecht begrünter Wall für Schutz sorgen. Daran schließen sich größere Grünlandflächen an, die auch dem Schutz der Anwohner dienen. Die eigentlichen Gewerbeflächen sind zwischen Autobahn und Entlastungsstraße angesiedelt. Nur eine Möglichkeit sei der Anschluss an die Bahnstrecke, der gleichwohl auf viel Kritik gestoßen ist. Die eingezeichnete Route ist nicht besonders verbindlich, sondernwird an die Erfordernisse angepasst, wenn sich die Notwendigkeit ergeben sollte. Der Forderung der SPD-Fraktion, den Ravenna-Park zu einem besonders umweltfreundlichen Industriegebiet zu machen, wird nicht grundsätzlich widersprochen. Die Verwaltung argumentiert aber, dass diese Anregung nicht auf der Ebene der derzeitigen Planungen verfolgt werden sollte, sondern besser im Rahmen der konkreten Ansiedlungspolitik umgesetzt werden sollte. Die Sitzung am Dienstag, 18. Oktober, ist öffentlich. Das Gleiche gilt für Mittwoch, 19. Oktober. Der Hauptausschuss muss sich ebenfalls mit dem Ravenna- Park beschäftigen und wird ab 17.15 Uhr im Rathaus tagen.

Quelle: www.haller-kreisblatt.de

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Neue Strasse in Künsebeck

Posted by admin On September - 16 - 2011

Der Landesbetrieb Straßenbau.NRW hat nun ein Planungskonzept vorgelegt (s. Anlage), bei dem auf Wendeanlagen verzichtet wird. Stattdessen wird eine verbindende Straße zwischen dem verbleibenden Schnatweg im Siedlungsbereich und der Turnerstraße vorgeschlagen.

Diese Variante hat gegenüber den Wendeanlagen den Vorteil, bei Unfällen oder Baustellen verbesserte Ausweichmöglichkeiten anzubieten. Die Verbindung innerhalb des bestehenden städtischen Verkehrsnetzes bliebe erhalten. Der Vorschlag wird von Seiten der Verwaltung positiv bewertet.

Der neue Verbindungsweg soll auf der Trasse des bisher planfestgestellten Radweges gebaut werden. Der Radweg würde über diese neue Straße und nicht mehr separat geführt. Der Landesbetrieb schlägt eine Breite des Weges von 4,50 m vor.

Die Turnerstraße hat eine Breite von 4,75 m. Der Schnatweg hat derzeit eine Breite von 5,00 bis 5,50 m. Aus Sicht der Verwaltung sollte die neue Straße eine Breite von 5,50 m erhalten. Diese Breite ermöglicht das Begegnen und Nebeneinanderfahren von zwei LKW´s bei verminderter Geschwindigkeit. Wenn der Bund diese Mehrbreiten kostenmäßig nicht tragen sollte, sollte die Stadt Halle (Westf.) diese Mehrkosten übernehmen.

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Viel Protest, doch Planung läuft weiter

Posted by Westfalen Blatt On September - 8 - 2011

»Ravenna muss weinen! «: Mit einer pfiffigen Idee haben Künsebecker Bürger ihrem Protest gegen die Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebietes vor ihrer Haustür Ausdruck verliehen. Derweil läuft das Bebauungsplanverfahren unbeirrt weiter.

Termin zum Vormerken: 11. 10.2011, 17:17 Uhr – Rathaus

Mehr dazu lesen sie in der heutigen Ausgabe ihres WESTFAELEN BLATTes

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Pläne zum Industriegebiet können eingesehen werden

Posted by admin On Februar - 19 - 2011

Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung für die 8. Änderung des Flächennutzungsplans “Gewerbeflächen an der A 33″ sowie die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 56 “Gewerbegebiet an der A 33″ sind jetzt die Planungsvarianten und Planunterlagen im Rathaus einsehbar. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, mit den Planungsfachleuten in der Verwaltung die bisherigen Pläne zu dis­kutieren und Anregungen oder Bedenken vorzubringen. Dies kann schrift­lich erfolgen oder auch mündlich zu Protokoll gebracht werden. Sie finden die Unterlagen auch in digitaler Form auf unserer Homepage. Die Einwendungsfrist endet am 10.03.2011.

Quelle: www.hallewestfalen.de

Pläne: hier klicken

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Patthorst Februar 2011

Posted by Detlef On Februar - 17 - 2011

Das Naturschutzgebiet Patthorster Wald und wertvolles Acker- und Naturwiesengelände unterhalb der Delbrügge-Siedlung fallen immer erkennbarer dem siedlungsnahen Autobahnbau und dem Industriegebiet “Ravenna-Park” zum Opfer.

Hier einige aktuelle Fotos aus dem Bereich Patthorster Wald!

Während der Zufahrtsweg (Hilterweg) zu der Brückenbaustelle Am Foddenbach aufgrund des Allgemeinzustandes wiederum nicht zu Spaziergängen einlädt und das Brückenprojekt mittlerweile erschreckende Formen annimmt, tut sich auch etwas im unmittelbaren Sichtbereich der Bewohner der Dellbrügge-Siedlung und der Anwohner am Schierenweg. Über den Schnatweg rollen die Lkw und fahren große Mengen Erde in den Bereich Schnatweg / Schierenweg. Bagger wühlen sich durch unseren Boden und verändern das Gesamtbild.

Dass es sich hier um schützenswerte Natur und unser aller wertvollstes Wasserschutzgebiet handelt, scheint kaum noch jemanden zu interessieren. So wird nun wohl auch dem letzten Zweifler klar, dass auf diese Dinge scheinbar keine Rücksicht mehr genommen wird. Unsere Natur und auch wir alle haben hier keine Lobby mehr!

Wie auf einigen Fotos erkennbar, finden die Baumaßnahmen in direkter Nähe zu Wohnhäusern statt

Die Wiesenfläche hier unterhalb der Flurstraße, verplant als Teil des Industriegebietes, lud bisher in jedem Jahr wiederkehrend einem riesigen Schwarm an Kiebitzen (2009 und 2010 wurden dort über 60 Exemplare gezählt) zu längerem Verweilen ein. Dies bot Interessierten immer wieder die Möglichkeit, diese tollen geschützten Tiere zu beobachten. Das wird wohl dort in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Pläne der Stadt Halle lassen keinen Platz für Naturromantik!

Stellt Euch auf unruhige Jahre der unterschiedlichsten Bauphasen ein. Für uns hier in Künsebeck und viele andere Bewohner von Halle und natürlich auch Steinhagen wird es mit Sicherheit nie mehr so sein, wie es einmal war! Besonders auf Spaziergängen im beschriebenen Bereich trifft man bei den meisten Bürgern zunehmend auf Unverständnis und große Besorgnis angesichts der immer deutlicher werdenden Bedrohung. Es ist unfaßbar, was uns allen hier zugemutet wird!

Erfolgsformel:

A 33 + B 68 + Zubringer (Auf- und Abfahrt) am Schnatweg + Entlastungsstraße + Industriegebiet “Ravenna Park” + nahegelegene Wohnsiedlungen = unerträgliche dauerhafte Belastungen durch Fahrzeuglärm, Luft- und Bodenverunreingungen nun endlich auch mal für viele Künsebecker Bürger und für viele anderen Anwohner südlich von Halle!

Es ist wohl zu spät für Hoffnungen!

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