Archive for the ‘Grundschule’ Category

Abbruch der Sporthalle

Posted by admin On September - 30 - 2008

Abbruch der Künsebecker Halle soll in vier Wochen beendet sein
Halle-Künsebeck (hego). Auf dem grauen Linoleum stand gestern Mittag Regenwasser. Es regnete in Strömen durch das geöffnete Dach in die alte Turnhalle ein. Der Grund: Für den Abbruch ist gestern mit der Demontage des Daches begonnen worden. In vier Wochen möchte der städtische Architekt und Bauleiter Johannes Brockbals die Baufläche sauber haben für den Neubau. Wie damals üblich, wurde das Dach der Künsebecker Turnhalle mit asbesthaltigem Welleternit eingedeckt, eine Tatsache, die heute bei Abbruch zusätzlich kostet, denn das Eternit muss aufwändig entsorgt werden.

Drei Männer mit Atemmasken und Schutzkleidung bauen die Platten ab und packen sie in einen Krankorb. Am Boden wird das Eternit in Kunststofffolien eingeschlagen, verschnürt und gegen Quittung entsorgt. Die Dokumentation des Entsorgungsprozess muss beim Kreis Gütersloh vorgelegt werden. Während die Männer im staubdichten Blaumann aus dem Aufzugskorb ihre Arbeit machten, werden parallel dazu die Halle entkernt, die letzten Hilfsgeräte und Seile demontiert und vor dem kommenden Schmutz in Sicherheit gebracht. Im Sanitärbereich dröhnten schon die Elektrohämmer. Handwerker einer heimischen Sanitärfirma öffnen die Wände, um die dahinter liegenden Versorgungsleitungen freizulegen und umbauen zu können. In zwei Wochen soll der Abbruch erledigt sein, dann wird die neue Entwässerung verlegt. Der Turnbetrieb soll nach dem Abbruch in einem Zelt weitergehen, das auf dem unteren Parkplatz für die Zeit der Baumaßnahme errichtet wird.

Quelle: www.haller-kreisblatt.de

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Zehn Jahre »Gemeinsamer Unterricht«

Posted by admin On Mai - 30 - 2008

Künsebeck ist die Stützpunktschule für gemeinsamen Unterricht im Altkreis Halle Halle-Künsebeck (AG).

Kinder sind größer oder kleiner, dicker oder dünner, schneller oder langsamer – wobei die beiden letztgenannten Eigenschaften sich nicht nur auf das Laufen, sondern auch auf das Lerntempo beziehen. Und trotzdem können sie sinnvoll in einer Klasse unterrichtet werden, beweist die Grundschule Künsebeck seit rund zehn Jahren.

Mit einer Projektwoche ab dem 21. April und einem Schulfest am Samstag, 26. April, soll das kleine Jubiläum gefeiert werden. Seit dem Jahr 2001 ist diese Arbeit mit dem Titel »Stützpunktschule für integrativen Unterricht im Nordkreis« sozusagen offiziell anerkannt. In der ganz überwiegenden Zahl wird die Schule von ganz normalen Grundschulkindern besucht, doch knapp zehn Prozent der Mädchen und Jungen gelten als »Kinder mit sonderpädagogischem Förderberdarf«, wie die offizielle Bezeichnung inzwischen lautet. Für Schulleiterin Ulrike Wohnhas liegt in der Verschiedenartigkeit der Kinder eine große Chance – sowohl für Kinder mit als auch ohne Behinderungen. Damit das so sein kann, sind allerdings einige Bedingungen zu erfüllen. Neben der behindertengerechten Ausstattung der Schule ist es vor allem die Ausstattung mit Personal, die den Unterschied macht.

Neben normalen Grundschullehrerinnen und -lehrern gibt es vier speziell ausgebildete Förderschulpädagogen und zusätzlich vier so genannte Integrationshelfer. Erst mit diesen zusätzlichen Kräften ist es möglich, den Unterricht so zu differenzieren, wie es zur optimalen Förderung aller Kinder nötig ist. Wie das gehen kann, zeigt ein Beispiel aus dem Sachkundeunterricht des vierten Schuljahrs. Dort steht Ostwestfalen auf dem Lehrplan. Für die Mehrzahl der Kinder bedeutet das, ihre Erkenntnisse in einem längeren Aufsatz schriftlich niederzulegen, für solche mit Förderbedarf kann die Aufgabe lauten, ein zum Thema passendes Bild zu malen und einen Satz dazu zu schreiben. Das ist natürlich nur machbar, wenn sich mehrere Pädagogen um die Kindern kümmern und zudem die Klassenstärke nicht zu hoch ist. Bis zu fünf Kinder mit besonderem Förderbedarf finden sich in einer Klasse, insgesamt besuchen 22 Kinder aus dem Altkreis die Künsebecker Grundschule. Als Alternative gibt es noch die reinen Förderschulen, die Ulrike Wohnhas und ihr Team aber nicht als Konkurrenz verstehen: „Gemeinsamer Unterricht und Förderschulen haben beide ihre Berechtigung. Sie sind gleichwertig, aber eben unterschiedlich konzipiert“, sagt sie. Gemeinsam mit den Eltern wird nach der individuell passenden Schulform gesucht, die letztendliche Entscheidung liegt beim Schulamt.

Die Projektwoche steht unter dem Motto »Gemeinsam leben und lernen in einer Welt«. Ein thematischer Schwerpunkt wird Afrika sein. Das Schulfest am 26. April wird aber mehr als die Zusammenfassung der Projekttage bieten. In der Zeit von 11 bis 15 Uhr gibt es zusätzlich eine Dokumentation über zehn Jahre gemeinsamen Unterricht und ab 12 Uhr eine lockere Talkrunde, die von Hans Feuß moderiert wird.

Darin kommen Experten, aber auch Eltern ehemaliger Schüler zu Wort, die ihre Erfahrungen darlegen sollen.

Quelle:www.haller-kreisblatt.de

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