Veröffentlicht von Matze Am 17 - Juli - 2019

Um halb 9 startete unsere Reise, nach einem leckeren Frühstück, zu dem Km 14, den Senderos en la Selva in Elorado. Auf dem Weg dorthin haben wir die erste Predigtstätte unserer Partnergemeinde hier in Eldorado, die Kirche der Congregación Evangelica San Juan besucht, die 1943 auf einem Berg in Elorado neu erbaut wurde. Dort gab es sogar bis vor 4 Jahren monatlich Gottesdienste auf deutsch. Heute finden dort einmal im Monat spanische Gottesdienste statt, jedoch werden immer noch gerne mal deutsche Lieder gesungen. Wir konnten sogar einige Lieder aus dem Gesangbuch wiedererkennen.

Als wir an der Selva ankamen, wurden wir herzlich von den Besitzern Ernesto und Lilian Gerlach begrüßt.

Darauf folgte eine 4 Kilometer lange gemeinsame Wanderung über das 130 Hektar große Areal, bei der wir von ihnen durch die eindrucksvolle und naturbelasse Waldanlage geführt wurden. Diese haben sie vor vielen Jahren gekauft und aufgeforstet, um sie möglichst naturbelassen zu erhalten. Dort konnten wir die Vielseitigkeit der heimischen Baum- und Pflanzenarten, wie die Mate-Pflanze, kennenlernen und frisches Quellwasser probieren. Wir haben gelernt, die Natur auf uns wirken zu lassen und auch wie bedeutend sie für unser aller Leben ist.

Außerdem konnten wir ein altes Fachwerkhaus besichtigen, in dem früher eine Familie neben dem Wald gelebt hat. Wenn einmal die Möglichkeit besteht, soll dieses renoviert und als Café verwendet werden. Jedoch hat es das Ehepaar mit den Holzgeschäften und der Leitung ihrer Baufirma nicht leicht.Wir hatten die Ehre die erste große Gruppe zu sein, die eine solche Führung genießen durfte, da die Anlage erst vor 2 Monaten für Besucher geöffnet wurde.

Auf dem Weg konnten wir auch Nisperos probieren, das sind kleine gelbe Früchte. Zum Schluss haben wir dort noch ein wunderbares, traditionelles Mittagessen bekommen: Reviro, das dort jeden Tag gegessen wird und aus Weizenmehl, Ei und Wasser besteht. Auch Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Sopa paraguaya (Eier, Zwiebeln und Gemüse), Chipas (Eier, Stärke und Käse), Mate cocido (Tee) und zum Nachtisch Papaya (Wahlweise auch mit Reviro) und Nisperos.

Auf dem Heimweg haben wir noch den Fluss Paranà an der Grenze zu Paraguay besucht und sind im Anschluss ein bisschen durch Elorado gelaufen. Den Abend haben wir mit einem gemeinsamen Spieleabend ausklingen lassen.