Veröffentlicht von Matze Am 16 - Juli - 2019
An den Iguazú Wasserfällen

Bereits um 6 Uhr starteten wir in den 2. Tag unserer Reise, da ein Ausflug zu den berühmten Iguazú Wasserfällen auf dem Programm stand. Nach einem schmackhaften Frühstück und ausgestattet mit einem Lunchpaket ging es um kurz nach 7 Uhr im Kleinbus zum Nationalpark Iguazú, der etwa eineinhalb Stunden von Eldorado entfernt ist. Dort angekommen, dauerte es zum Glück nicht lange bis wir die Tickets hatten und uns auf den Weg zu den cataratas, den Wasserfällen, machen konnten. Erste Station war die sogenannte „Garganta del Diablo“, zu Deutsch „Der Teufelsschlund“. Nur wenige Meter von der Aussichtsplattform entfernt, stürzen gigantische Wassermassen trichterförmig hunderte Meter in die Tiefe. Kein Wunder, dass dieses gewaltige Naturspektakel zig Touristen anlockt, die alle Fotos vor dieser Kulisse machen wollen. Da muss man sich schon mal für den perfekten Schnappschuss gedulden und Schlange stehen, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern.

Nachdem genug Erinnerungsfotos aus jedem Winkel gemacht waren, ging es auf zwei verschiedene Rundgänge, um noch mehr Wasserfälle zu bestaunen. Aber nicht nur die Landschaft, sondern auch die Tierwelt konnten wir dabei entdecken. Zahlreiche Coatíes, einer Mischung aus Waschbär und Nasenbär, begleiteten uns unterwegs in der Hoffnung etwas Essbares abstauben zu können. Aber auch interessante Vogelarten waren in den Baumkronen zu entdecken. Und sogar ein Krokodil wurde im Wasser gesichtet!

Nach mehr als 10 km Wanderung durch den riesigen Nationalpark wurden wir um halb vier von unserem Busfahrer wieder eingesammelt, um zum nächsten Ziel zu fahren: einer Ökostation nicht vom Iguazú Nationalpark entfernt. La Aripuca, so der Name des Parks, wurde von dem Ehepaar Waidelich ins Leben gerufen, um den Urwald in Misiones zu schützen und zu bewahren.

Unsere Reisegruppe wurde am Eingang des Parks herzlich von Otto Waidelich in Empfang genommen und durch den Park geführt. Dabei erklärte er uns die Artenvielfalt der Bäume und Pflanzen in Misiones. La Aripuca fördert die Anpflanzung neuer Bäume, indem es Partnerschaften für Bäume vergibt. Darüber hinaus leistet das Projekt wichtige Aufklärungsarbeit, um auf die Bedeutung und die gleichzeitige Gefährdung der Selva aufmerksam zu machen und für das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

Die große Gastfreundschaft der Waidelichs wurde uns zu Teil, als sie uns auf selbst gemachte Chipas (einer köstlichen argentinischen Teigspezialität aus Maniocastärke und mit einer Käsefüllung) sowie mate cocido (einem Getränk auf Matebasis) einluden. Mate trinkt hier in Nordargentinien fast jede/r. Die Blätter der Matepflanze, die auf Spanisch yerba de mate heißen, werden in einem speziellen Trinkgefäß, das schlicht mate genannt wird, mit heißem Wasser aufgegossen. Mate ist allerdings mehr als einfach nur ein Getränk, denn es hat vor allem auch mit Geselligkeit zu tun, denn meistens trinkt man mate zusammen mit anderen, indem man das Gefäß herumreicht und miteinander teilt, während man dabei plaudert und das gesellige Miteinander genießt.

Mit Souvenirs im Gepäck, die auch auf dem Aripuca-Gelände erworben werden konnten, ging es gegen 19 Uhr wieder zurück nach Eldorado in unsere Unterkunft, wo alle erschöpft aber glücklich und dankbar für einen so tollen und erlebnisreichen Tag ins Bett fielen. Wir sind gespannt, was uns morgen erwartet. Es steht wieder eine Wanderung inklusive Führung durch den nahegelegenen Urwald an. Hoffen wir, dass wie heute das Wetter wieder mitspielt.