Veröffentlicht von Freddy Am 18 - Juni - 2019
Bild @ Frauke Brauns

Zum zweiten Mal durfte das Publikum im Gemeindehaus Künsebeck Joselo Schuap aus Oberá in Misiones begrüßen. Dieses Mal brachte er seinen Freund Jonathan Mombage mit. Gemeinsam musizierten sie vor einem mehr als begeisterten Publikum. Rund 80 Fans der spanischen Musik folgten der Einladung in den kleinen Pfarrbezirk. Zu Gast sind die beiden Musiker zurzeit bei Kirsten Potz von der MÖWE, dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung. Da sie gemeinsam mit der Initiative zum Musizieren auf den Kirchentag nach Dortmund reisen werden. So bot es sich an, mal wieder Künsebeck zu besuchen. Der Ortspfarrer  von 2016-2018 Christian Stephan, holte die beiden zu seiner Amtszeit bereits das erste Mal nach Künsebeck. Quasi sind sie jetzt so etwas wie alte Bekannte und es wurde zu Beginn mit den Ehrenamtlichen ausgiebig beisammen gesessen und gegessen.  Küsterin Ingrid Diekmann Vemmer hatte den Saal des Hauses bereits in eine Bühne verwandelt, so stand der südamerikanischen Nacht nichts mehr im Wege.

Pfarrerin Kirsten Potz führte durch das Programm und übersetzte die Ansprachen und Liedtexte der Musiker. Diese spielten mit Gitarre und Akkordeon von tragender Folklore bis hin zur Polka alles, was das Publikum restlos begeisterte. „Wer nicht tanz, der ist nicht glücklich“, lautete die Aufforderung zum Walzer. Die Stimmung riss die Gäste mit, es wurde getanzt und geklatscht und der Abend wurde gefeiert. Rund zwei Stunden strömten in Künsebeck Chamamé, einem volkstümlichen Musik- und Tanzstil indigenen Ursprungs, und  Musik der Uferregionen Joselos Heimat Misiones.  Seine Lieder handelten vom Leben der Menschen in Misiones, von den Charakteren  dieses Landstrichs. Er sab mal einfühlsam und poetisch, mal kämpferisch oder mitreißend temperamentvoll über Umweltschutz und Menschenrechte, von der Verteidigung der einheimischen Kultur, dem Zusammenleben der Menschen und der biologischen Vielfalt der subtropischen Provinz Misiones mit ihrer roten Erde, ihrem Wasserreichtum und den Wasserfällen von Iguazú am Dreiländereck mit Brasilien und Paraguay.