Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 8 - Januar - 2019

Bild: GEG West / Artikel: Küppers WESTFALEN BLATT

Halle-Künsebeck (SKü). Die Wogen um eine eventuelle touristische Nachnutzung der verfüllten und nun in der Rekultivierungsphase befindlichen Kreismülldeponie in Künsebeck gingen im vergangenen Herbst hoch, als nicht nur von Wanderwegen sondern auch von einer Eventfläche die Rede war. Einige Kritiker aus Künsebeck meldeten sich seinerzeit sehr pointiert und wahrnehmbar zu Wort. Ob diese Kritik bei Entscheidern über Fördergelder für solche touristische Projekte angekommen war, ist nicht bekannt. Jedenfalls ist mittlerweile klar, dass es für das Künsebecker Projekt aus einem bestimmten Fördertopf kein Geld geben wird. Dennoch soll diese Ablehnung nicht das Ende für alle Pläne sein.

Wie Wilhelm Gröver, Abteilungsleiter Umwelt beim Kreis Gütersloh auf Nachfrage des WB mitteilte, ist der Kreis beziehungsweise die GEG (als Betreiberin der Deponie) mit seinem Förderantrag nicht zum Zuge gekommen. »Von landesweit zwölf verschiedenen Bewerbern haben nur drei den Zuschlag bekommen, insofern waren die Chancen nicht allzu gut. Und in Künsebeck hatte sich wohl so manches aufgestaut«, blickt Gröver zurück. Unter dem Schlagwort »TERRA.vita - Heimat neu entdeckt« war im Sommer sehr kurzfristig vor Fristverstreichung ein Förderantrag geschrieben worden. Von den 340.o00 Euro Kosten sollten 238.000 Euro Förderung vom Land fließen. 102.000 Euro sollte die Stadt Halle zuschießen.

Dennoch wollen Kreis und GEG jetzt nicht einfach aufgeben und versuchen einen weiteren (kleineren) Fördertopf anzuzapfen. »Sofern wir dazu Unterstützung aus Künsebeck bekommen«, schränkt Wilhelm Gröver ein.

Die Kommunikation in Künsebeck soll jetzt zur Frage einer eventuellen Nachnutzung deutlich intensiver werden, wie Freddy Hegemann von der Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger betont. Dazu diente bereits ein Gespräch gestern Abend, an dem auch die Bürgermeisterin teilnehmen sollte. Für Dienstag, 15. Januar, 19 Uhr kündigte Hegemann einen Workshop im Gemeindehaus an, bei dem Vorschläge gesammelt werden. »Dabei sollen die Künsebecker sagen, was sie wollen und was nicht, und das mit Begründung«, so Hegemann.