Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 16 - Februar - 2018

Quelle: WESTFALEN BLATT / www.westfalen-blatt.de

Ob Erlenmeyerkolben, Spindelsatz oder Siedestein – wer bei Baxter Oncology im Lehrlabor gelernt hat, kennt das Handwerkszeug und kann es einsetzen.

Die hohe Qualität der Ausbildung bei Frank Possehl und jetzt auch Neil Bethge als zweitem Ausbilder ist mit einem ausgezeichneten Ergebnis bei den Prüfungen belohnt worden, freut sich Personalreferentin Daniela Green doppelt. Denn zehn Azubis konnten ihre eigentlich dreieinhalbjährige Lehrzeit sogar noch um ein Jahr verkürzen. Ausgebildete Pharmakanten sind Joelina Bendlin, Alexandra Hunger, Nina Behle, Tim Möller, Lukas Peper, Sven Schmidt und Sebastian Puller. Die Ausbildung als Chemielaboranten abgeschlossen haben Jaimie Hoinkis, Celina Steidel und Katja Berg.

»Wir haben eine Übernahmequote von mehr als 90 Prozent und bilden im Wesentlichen für unseren eigenen Bedarf aus«, sagt Daniela Green. Sie weist auf die Azubi-Zahlen als Barometer für den Erfolg des Unternehmens hin: Derzeit habe der Pharmahersteller, der vor allem am Standort Bielefeld in der Wirkstoffproduktion auch Chemikanten ausbilde, einen erhöhten Bedarf an Fachkräften. Einschließlich zehn neuer Mitarbeiter, die im Januar eingestellt worden sind, beschäftigt der Hersteller von Arzneimitteln zur Krebstherapie insgesamt 579 Mitarbeiter.

Zum 1. September sollen erstmals sogar 21 neue Azubis dazukommen, so dass dann insgesamt 51 Auszubildende ihren Weg bei Baxter machen. Frank Possehl: »In den ersten sieben Monaten der Ausbildung bekommen alle die Basisqualifikation in unserem Lehrlabor, zusätzlich zu Praxis und Theorie in der Berufsschule.«

Zwei Plätze für Chemielaboranten sind noch offen. Doch Daniela Green ist sicher, sie noch mit jungen Leuten mit Interesse an naturwissenschaftlichen Berufen besetzen zu können.

Mit der Erweiterung von Schulungsraum und Lehrlabor auf jeweils 25 Plätze investiert Baxter in die Zukunft. Dort können die Azubis übrigens auch ihre Fingerfertigkeit beim Arbeiten mit Gummihandschuhen erproben: In der »Glove-Box« oder im Isolator üben sie, fein zu messen, zu verschrauben und vieles mehr. Frank Possehl: »Wir müssen steril fertigen, das Produkt vor den Menschen schützen und umgekehrt.« Weil am Standort übrigens ausschließlich flüssige Arzneimittel produziert werden, lernen die Azubis noch eine Tablettenpresse aus den 60er Jahren kennen. Possehl: »Da sieht man, warum man vom Pillendreher spricht«.