Veröffentlicht von Pan Am 18 - Dezember - 2017

»Zum ersten, zum zweiten und zum dritten. Verkauft!« durfte Auktionator Norbert Luther am Sonntag gleich mehrmals verkünden, bevor er mit dem Hammer den Abschluss der erfolgreichen Versteigerung eines Exponates signalisierte. Zur Auktion der Schätze aus dem Ravensberger Kunstspeicher, die der 2016 verstorbene Innenarchitekt und Kunsthändler Winfried Potthoff Zeit seines Lebens gesammelt hatte (s.a. WB vom 16.12.), kamen mehr als 30 Interessierte auf das Familienanwesen im Haller Ortsteil Künsebeck. Zum Beispiel wechselten Chinesische Vasen aus italienischer Manufaktur für 150 Euro, Windsor Stühle für 95 Euro und die Skulptur einer Kinderarztszenerie von Dino Bincini für 50 Euro den Besitzer.

Viele Besucher hatten sich bereits im Vorfeld Objekte ausgesucht, die sie gerne für den privaten Gebrauch ersteigern wollten und meldeten bei Auktionator Norbert Luther konkret deren Nummer an, da insgesamt mehr als 340 Exponate auf der Liste standen.

»Ich hab eigentlich gar keine Ahnung von Kunst, aber ich hab einfach auf Bilder geboten die mir persönlich gut gefallen und die gut in mein Zuhause passen«, erzählt Sascha Zelesnik, die unter anderem ein Stillleben mit Früchten auf schwarzem Grund eines unbekannten Malers als Schnäppchen für zwölf Euro ersteigerte. Und die kleine Karla zeigte sich besonders beeindruckt von einer Truhe, die ihr Vater erstand. »Ich habe gehofft, da ist ein Goldschatz drin, aber dafür ist sie leider zu leicht«, meinte das Mädchen.

Viele Kleinteile wie Teller und Schüsseln sowie kleine Grafiken wurden zudem direkt für kleines Geld verkauft, um die Auktion etwas zu beschleunigen.

»Es läuft ganz gut, ich bin zufrieden mit der Resonanz«, zieht Anne-Kathrin Potthoff-Sapia, die den Nachlass ihres Vaters Winfried versteigerte, ihr Fazit. Objekte, die nicht bei der Auktion unter den Hammer kamen, sollen demnächst über die Internetplattform eBay veräußert werden und sind bis auf Weiteres auch im Online-Shop erhältlich. www.kunst-vom-speicher-potthoff.com