Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 14 - Juni - 2017

Quelle: WESTFALEN BLATT / www.westfalen-blatt.de

Straßenbau und Gewerbegebiete rauben Pflanzen und Tieren Lebensraum. Das lässt sich zwar nicht ersetzen, aber durch Gegenmaßnahmen mildern. In Künsebeck haben die Stadt Halle, der NABU und Kinder der Grundschule dafür gesorgt, dass neben der neuen Entlastungsstraße und auf dem Gelände zwischen Flurstraße, Kreisstraße und Ravenna-Park Insekten wieder reichlich Nahrung finden.

Am Lärmschutzwall entlang der Entlastungsstraße ist stellenweise ein rot-weiß-gelbes Blütenmeer zu sehen, hier dominiert vor allem die Blume des Jahres: der Klatschmohn. Das gemeinschaftliche Projekt »Blühende Landschaft« hat aber auch auf den eigens angelegten Blütenstreifen südlich der Flurstraße im wahrsten Sinne des Wortes Wurzeln geschlagen. Die Kinder hatten im vergangenen Jahr unter Anleitung von NABU-Mitglied Klaus Kuhlmann auf den vorbereiteten Flächen mit Feuereifer Wildblumen-Samen ausgesät und eingearbeitet. Jetzt recken hier Natternkopf, Löwenzahn, Gewöhnliches Ferkelkraut oder Margeriten ihre blauen, gelben und weißen Blüten gen Himmel. »Die Natur braucht den gedeckten Tisch, die Menschen erfreut die herrliche Farbenpracht«, wirbt Klaus Kuhlmann um Nachahmer im Kampf gegen den Rückgang von Insekten und Vögeln.