Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 9 - Februar - 2017

Quelle: WESTFALEN BLATT / www.westfalen-blatt.de

Mit Bestnoten haben die beiden Azubis Lena Schulz und Ellen Liska ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Landhotel Jäckel abgeschlossen. Der Beruf hat jede Menge zu bieten, haben die jungen Leute in ihrer Ausbildung festgestellt.

Die 21-jährige Lena Schulz aus Steinhagen erreichte als Jahrgangsbeste mit 86 von 100 Punkten in der Gesamtwertung. Ihre Kollegin, die ebenfalls die Kehrzeit von drei auf zweieinhalb Jahre verkürzte, folgte dicht auf mit 85 Punkten in der Gesamtbenotung »zwei« aus schriftlicher und praktischer Prüfung.

»Beide haben einen tollen Job gemacht. Wir haben bisher noch nie die Besten eines Jahrgangs gestellt«, lobte Andy Marten, Betreiber in der fünften Generation des mehr als 100 Jahre alten Landhotels, die Leistungen seiner beiden Auszubildenden, die am 19. Januar geprüft und am 30. Januar in einer Feierstunde des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) freigesprochen wurden. Seine Ehefrau Sonja Wunsch kümmert sich maßgeblich um die Ausbildung im Haus. Auch Mutter Marianne Marten ist stolz auf die Ergebnisse der beiden Fachfrauen.

Lena Schulz, die aus einer Familie stammt, in der Großeltern und Eltern schon Gastronomen sind und waren, bleibt dem Hotel und Veranstaltungshaus weiter erhalten. Neben den klassischen Anforderungen eines Gasthauses mit seinen 19 Gästezimmern, dem Festivitäten- und Bankettgeschäft wird Lena Schulz auch neue Marketingaufgaben übernehmen, die dem Juniorchef besonders am Herzen liegen. »Sie soll unsere Digitalereichweite in sozialen Netzwerken erhöhen und unsere Nutzer über alles rund um das Landhotel informieren.«

Ellen Liska will auf Lehramt studieren, um als Berufsschullehrerin später selbst Hotelfachkräfte auszubilden. »Wir hätten sie gerne übernommen«, sagt Marten, der in dem Familienbetrieb bis zu 40 Mitarbeiterinnen von der Vollzeitkraft bis zur Aushilfe beschäftigt. Das Landhotel fokussiere sich auf die Ausbildung zum Hotelfachmann, da diese die breitesten Einsatzmöglichkeiten biete.

Wie groß die Bandbreite in dem Beruf ist, erklären Lena Schulz und Ellen Liska anhand ihrer Prüfungsaufgaben. Die Zimmerabnahme sei eine der schwierigsten Hürden. Liegt irgendwo Müll? Sind die Duschvorhänge und Wassergläser sauber? Oder hat ein Prüfer etwas unter die Bettdecke gesteckt, was da nicht hingehört? Besonderer Wert liege auf der Kundenkommunikation. Eine Situation an der Rezeption und ein Verkaufsgespräch, aber auch Kenntnisse zu Weinen und Catering gehören zu den Aufgaben.

Für die anspruchsvolle Ausbildung zur Hotelfachfrau, die hohes Engagement voraussetzt, reicht bereits ein guter Hauptschulabschluss. Gute Noten in Deutsch und Englisch sind gefragt. Bewerbungen für das Lehrjahr 2018/19 nimmt das Landgasthaus Jäckel bereits jetzt entgegen. Marten bietet Ausbildungswege zum Koch, Restaurant- oder eben Hotelfachmann oder -frau an.