Veröffentlicht von Haller Kreisblatt Am 22 - Oktober - 2016
lebensbaum

Gewohntes Bild: An der Bielefelder Straße parken die gelben Lebensbaum-Fahrzeuge. Im Hintergrund das Gebäude, das der Verein Ende Februar verlässt. – © Foto: Frank Jasper

Jeder, der regelmäßig die Bielefelder Straße entlang fährt, kennt die kleinen gelben Flitzer, mit denen die Lebensbaum-Mitarbeiter ihre Klienten ansteuern. Die Autos werden hier nur noch bis Ende Februar parken. Dann schließt der Verein, der ambulante Altenpflege anbietet und Pflegewohngemeinschaften unterhält, sein Steinhagener Büro. Der Lebensbaum zieht nach Halle-Künsebeck in ein ehemaliges Bahnhofsgebäude.

 

„Die Räumlichkeiten an der Bielefelder Straße sind inzwischen einfach zu klein“, erklärt Sybille Florschütz, Geschäftsführerin des Vereins, „außerdem liegt der alte Künsebecker Bahnhof einfach zentraler.“ Denn vom alten Büro aus fahren die Mitarbeiter nicht nur zu den etwa 60 Steinhagener Klienten, sondern auch zu den 40 aus Halle. Zudem sei der Restaurantbetrieb des »Achmann’s«, das sich ebenfalls in dem Künsebecker Bahnhofsgebäude befindet, von Vorteil. „Wenn die Mitarbeiter abends im Dunkeln zurückkommen, ist es belebter als an unserem bisherigen Standort in Steinhagen.“

Umzug spart letztlich auch eine Menge Seitenspiegel

 

Dort strapazierte auch die Parkplatzsituation die Nerven der Mitarbeiter. „Wir müssen unsere 15 Fahrzeuge immer an der viel befahrenen Bielefelder Straße abstellen. Regelmäßig wurden uns die Seitenspiegel abgefahren“, berichtet Sybille Florschütz.

 

15 Jahre unterhielt der Lebensbaum neben seiner Zentrale in Werther die Zweigstelle in Steinhagen. Zwei Büros und Sozialräume standen den 30 Mitarbeitern hier zur Verfügung. In den oberen Etagen befinden sich Wohnungen. Ursprünglich war in dem Gebäude das Fotogeschäft Brune beheimatet, auch die SPD hatte ihr schon mal ihr Büro. Wer in die untere Etage einzieht, steht nach Kenntnisstand von Sybille Florschütz noch nicht fest.

 

Derweil laufen die Umbauarbeiten am alten Künsebecker Bahnhof auf Hochtouren. Ein Verwaltungstrakt und Seminarräume sind geplant. Der Pflegedienst Lebensbaum, der bereits seit 30 Jahren besteht, hatte wie berichtet das Gebäude mit Geld aus der Erbschaft der verstorbenen Steinhagenerin Charlotte Schlemme gekauft und investiert etwa 200 000 Euro in die Renovierung.

 

„An unserem neuen Standort bekommen wir auch einen barrierefreien Eingang, der uns in Steinhagen nicht zur Verfügung stand“, berichtet Sybille Florschütz. Für das Klientel des Lebensbaum nicht unwichtig. Klappt alles nach Plan, dann parken die gelben Lebensbaum-Flitzer von Ende Februar an in Künsebeck. Für die Kunden aus Steinhagen ändert sich mit dem Umzug aber nichts.