Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 23 - September - 2015

tQuelle: Westfalen Blatt / www.westfalen-blatt.de

Trapezkunst und Bodenturnen statt Mathe und Deutsch. In der Grundschule Künsebeck wird vom 21. bis 25. September die Schulbank gegen ein Zirkuszelt getauscht.

 

Am Donnerstag um 17 Uhr und am Freitag um 16 Uhr werden die Ergebnisse schließlich in einer zweistündigen Vorstellung präsentiert. Karten gibt es am heutigen Mittwoch zwischen 13 und 14 Uhr an den Zirkuswagen auf dem Gelände in der Schule oder an der Tageskasse zu kaufen. Für Erwachsene kostet der Eintritt sieben Euro, Kinder zahlen fünf. Sechs Workshops

 

In der Projektwoche mit dem Zirkus »Inakso« konnten die Kinder zwischen sechs verschiedenen Workshops wählen und für eine Woche zu kleinen Artisten werden. Von Cowboys bis Bodenakrobaten über Clowns und Trapezkünstlern war für jeden etwas Passendes dabei. Da die Auftritte sowohl am Donnerstag und am Freitag stattfinden, wurde jeder Workshop mit zwei Gruppen besetzt.

 

Sophie aus der vierten Klasse hat sich schließlich für die Bodenturngruppe entschieden. Hier kommt die Zehnjährige besonders mit ihrer Gelenkigkeit zum Einsatz. »Den Spagat konnte ich schon vorher« erzählt sie stolz. Aber auch Übungen wie ein Rad oder die Brücke meistert Sophie schon mit Leichtigkeit. Gemeinsam mit den anderen Kindern aus der Bodenturngruppe und Madeleine Lagrin vom Zirkus »Inakso« trainiert sie hoch konzentriert für den bevorstehenden Auftritt. Väter bauen Zelt auf

 

»Das Projekt ist sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern sehr beliebt«, berichtet Schulleiterin Natja Tönsmann. Bisher habe es noch nie Kinder gegeben, die bei der Projektwoche von Seiten der Eltern nicht hätten teilnehmen dürfen. Sogar das Gegenteil sei eher der Fall. Bereits am Sonntag wurde mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Väter das Zirkuszelt auf dem Schulgelände aufgebaut und Mütter kamen interessiert vorbei, um mit ihren Kindern das große Zelt zu besichtigen.

 

Alle vier Jahre gastiert ein Zirkus auf dem Schulgelände, um hier gemeinsam mit den Kindern aktiv zu werden. 30 Minuten pro Tag stehen die Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse in der Manege, um mit dem dreiköpfigen Team von Zirkus »Inakso« die Choreografien einzustudieren. »Am liebsten würde ich eine ganze Doppelstunde üben« erzählt Madita aus der Gruppe Bodenturnen freudig. In Gruppen von bis zu 20 Kindern wird in dem Zirkuszelt klassenübergreifend geprobt. Die verbleibende Zeit verbringen die Kinder in den Klassenräumen, wo ebenfalls das Thema Zirkus auf dem Programm steht.

 

Finanzielle Unterstützung erfährt die Grundschule durch den Förderverein, der mit dem Vorsitzenden Joost Reinhard das Zirkusprojekt überhaupt möglich macht.