Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 11 - Juni - 2015

Quelle: WESTFALEN BLATT,www.westfalen-blatt.de

 

Wo jetzt noch 98 senkrechte Betonpfeiler in den Himmel ragen, größtenteils schon verbunden mit mächtigen Beton-Dachträgern, will Unternehmens-Chef Dr. René Pankoke schon spätestens im November die ersten Aufträge montieren lassen. Bis Ende des Jahres soll auch das an der Längsseite, zur Entlastungsstraße hin, geplante Bürogebäude für die ersten Nutzer im Montagebereich bezugsfertig sein. Dieser dreistöckige Bau ist noch gar nicht begonnen worden. Für beides zusammen investiert Hymmen laut Dr. Pankoke »einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag «. Ende des laufenden Jahres soll die Zusammenführung der bisher drei Montagestandorte – am Hauptsitz in Bielefeld sowie in angemieteten Hallen in Herford und Brackwede – die Abläufe erheblich verbessern. Das jedenfalls ist das Ziel des jetzt in Künsebeck entstehenden ersten Bauabschnitts. Weitere Pläne für den Ravenna-Park bleiben erst einmal in der Schublade und sind abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung, wie der Hymmen-Chef im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT sagte. Langfristig sei deshalb auch ein Komplett-Umzug nach Künsebeck möglich. 50 000 Quadratmeter Fläche hat Hymmen im Ravenna-Park erworben, nur ein Teil wird aktuell bebaut. Die von der Firma Goldbeck als Generalunternehmer gerade errichtete Montagehalle wird 13 000 Quadratmeter groß, 146 Meter lang und inklusive Bürotrakt 85 Meter breit. Innen wird es ein mit Lkw anfahrbares Lager geben, in dem die für die gerade im Bau befindlichen Maschinen selbst gefertigten oder bestellten Teile eingelagert werden. Für jede Montage ist in der neuen Halle dann ein Bereich reserviert, allerdings nicht durch Wände voneinander getrennt. »Weil wir die Außenwände mit Steinwolle gedämmt haben, mussten wir keine Brandschutzaber auch dekoratives Grün davor. Von den insgesamt 340 Mitarbeitern, die mit Spezialmaschinen den Umsatz im Jahr 2014 um 15 Prozent auf 70 Millionen Euro gesteigert haben, werden 80 nach Künsebeck umziehen. 200 Arbeitsplätze bleiben in Bielefeld, zehn arbeiten im Technikum in Rödinghausen, 50 als Techniker im Außendienst. In Bielefeld an der Theodor-Hymmen-Straße verbleiben zunächst die Hauptverwaltung, inklusive Marketing und Vertrieb, die Bereiche Konstruktion und Steuerungstechnik sowie die Fertigung eigener Bauteile. Die meisten Komponenten für die bei Hymmen konstruierten Maschinen werden allerdings auf Maß bei externen Partnern bestellt. Das 120 Jahre alte Unternehmen ist spezialisiert auf große Pressen und Beschichtungsanlagen für Holzoberflächen (Möbel, Fußböden und Fassaden). »Jede Maschine ist eine Einzelanfertigung und wird bei uns nach den Maßgaben des Kunden konstruiert und montiert «, erklärt Dr. Pankoke. Die Endmontage erfolgt dann beim Kunden. Allerdings sollen nicht alle laufenden Projekte auf einen Schlag in die neue Halle nach Künsebeck verlegt werden. Laufende Aufträge werden an den bisherigen Standorten zu Ende gebracht. breit. Schon Ende Oktober oder Anfang November sollen hier die ersten Aufträge abgewickelt werden. Foto: Klaus-Peter Schillig wände einziehen«, erzählt Dr. René Pankoke von den Verhandlungen mit den Genehmigungsbehörden. Überhaupt entspricht auch die Montagehalle den aktuellen Vorgaben der Energieeinspar-Verordnung. Die Außenfassade aus anthrazitfarbenem Metall wird man allerdings von der Entlastungsstraße aus nicht lange sehen können. Das dreistöckige Bürogebäude wird einen Teil der knapp zwölf Meter hohen Halle mit seiner Fensterfront verdecken, vor die Schmalseite werden Bäume gepflanzt. Und auch für die weiße Fassade des Bürogebäudes hat Marketing- Leiterin Dr. Anke Pankoke, Ehefrau des Chefs, schon Gestaltungspläne im Kopf: das blaue Hymmen- Logo beispielsweise an der Wand,