Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 13 - Juli - 2014

henryNachdem im vergangenen Jahr die Erweiterung des Gartencenters in der Haller Politik ausgiebig und bezüglich der Randsortimente streckenweise auch kontrovers diskutiert und letztlich mehrheitlich positiv beschieden worden war, traf im September 2013 die Baugenehmigung durch den Kreis Gütersloh ein. »Es war von Beginn an klar, dass wir nicht in das Frühjahr 2014 hinein bauen wollten. Denn das war für uns sehr wichtig«, erklärt Inhabber Henry Brockmeyer, warum der Ausbau erst mit dem 5. Juli begonnen wurde. Bis zum Jahresanfang 2015 sollen die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sein, die offizielle Neueröffnung soll zum Frühjahr erfolgen.

 

Mit der Ausweitung auf knapp 9000 Quadratmeter Verkaufsfläche gleicht Henry Brockmeyer den Künsebecker Standort (gebaut 2003) von der Größe her seinen Gartencentern in Detmold (gebaut 2007) und Gütersloh (gebaut 2011) an. Der Erlebnis- und Wohlfühlfaktor für Kunden soll zielgerichtet weiter entwickelt werden. »Hierauf werden wir uns auch in den nächsten Jahren konzentrieren«, sagt Brockmeyer, der keine weiteren Expansionspläne hegt.

 

Kurz zu den wichtigsten Zahlen: Die so genannte Kalthalle, in der Beetpflanzen, Düngerm Außengefäße und Sämereien ausgestellt sind, wird verlängert und auch um etwa neun Meter hin zur B 68 verbreitert. Möglich wurde diese Hallenverbreiterung, so erläutert Henry Brockmeyer, durch die planerische Herabstufung der B 68 nach dem Bau der A 33. Erheblich ausgebaut wird auch die Warmhalle, in der unter anderem Zimmerpflanzen, Keramik, Gartenmöbel und auch Grills präsentiert werden. Bei den großen Grills werde das Gartencenter künftig Weber-World-Partner, informiert Henry Brockmeyer. Es werde nicht nur eine ganzjährige Ausstellung, sondern auch regelmäßig Grillseminare von Fachleuten geben. »Ich hoffe so, auch mehr Männer ins Gartencenter zu bekommen«, schmunzelt Brockmeyer.

 

In dem größeren Center will der Unternehmenschef auch auf anderen Gebieten neue Akzente setzen. So soll in Künsebeck ein zentrales Schulungszentrum für alle Mitarbeiter entstehen. Brockmeyer: »Wir haben mittlerweile schon etwa 200 Mitarbeiter, von denen wir viele selbst ausgebildet haben. Derzeit haben wir 25 Azubis.«

 

Das Unternehmen will bei den Kunden mit fachlicher Kompetenz und Erlebniswelten punkten. Es soll viel Neues geben wie ein eigenes Duft- und Kräutergewächshaus. Zum Erlebniskonzept gehört auch das Brockmeyer-Café, das im Zuge des Ausbaus ebenfalls vergrößert wird. Henry Brockmeyer freut sich schon auf den auffälligen, etwa 7,50 Meter großen Glas-Kubus, aus dem die Café-Gäste dann ins Grüne schauen können. Denn die Baumschule soll rundherum um das Café platziert werden. Für die Umbauphase ist die Baumschule in den Innenhof verlegt worden. Das Café bleibt trotz Bau geöffnet.

 

Der Rohbau, so kündigt es Henry Brockmeyer an, werde voraussichtlich bis Mitte August fertig, die Gewächshäuser bis etwa Ende Oktober. Dann beginne der Innenausbau. Die Parkplätze sollen von derzeit 180 auf etwa 260 ausgebaut werden. Bei den Baugewerken arbeite man mit heimischen Unternehmen zusammen, sagt Brockmeyer, der ansonsten zum Investitionsvolumen und den Umsatzzahlen seines Unternehmens keine Auskünfte gibt.