Veröffentlicht von Westfalen Blatt Am 9 - Juli - 2013

a17255093i11_max1024xEine Handvoll Ritter haben in Künsebeck Hof gehalten. Sie schlugen ihr Zelt auf und haben so das Sommerfest der Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger (IGKB) am Ringofen-Platz in eine mittelalterliche Kulisse verwandelt.

 

Mit Kochstelle, Zelten, Schwertern, Schilden und allerhand Ausrüstung, die ein Edelmann so benötigt, gab es einiges zu entdecken. Dabei haben sie nicht nur den etwa 250 Besuchern das Lagerleben dargestellt. Die Mägde boten Märchenstunden für die Kinder an. In dem einen oder anderen Märchen ging es dabei selbstverständlich auch um Ritter. Und Ritter kämpfen. So bot die Gruppe aus dem Landkreis Soest auch richtige Show-Kämpfe an. Während Sir Ulbricht zu Klingenbrecher und Joschua der Knappe vor den Augen der Zuschauer kämpften, stimmte Sven der Barde Lieder wie »Der Bauer aus dem Odenwald«, »Wein, Weib und Gesang« oder »Unter den Toren« an. Zudem erklärte er: »Im Winter treffen wir uns und stellen alles selbst her, vom Zelt bis zur Kleidung.« Ein weiterer Höhepunkt war das Anziehen von Kettenhemden für die kleinen Besucher. So konnte sich jeder einmal wie ein kleiner Ritter fühlen. »Die Ritter, Mägde und Knappen sorgen für eine tolle Stimmung«, befand Friederike Hegemann, zweite Vorsitzende der IGKB.

 

Großen Anklang fand auch die Tobeschlange auf der nach Lust und Laune rumgehüpft werden konnte. Mit etwas Fantasie sahen die Hüpfer diese vielleicht sogar als einen sagenumwobenen Drachen an, der von ihnen bezwungen werden musste. Zur Stärkung lud Küsterin Ingrid Diekmann-Vemmer und das Team des Kirch Kaffees mit allerhand Kuchen ein.

 

Passend zum mittelalterlichen Ambiente hatten sich auch die Schützen aus Halle eingefunden und Pfeil und Bogen mitgebracht. So konnte man nicht nur Ritter ansehen, sondern auch selbst zu einem werden und sein Geschick beim Bogenschießen unter Beweis stellen. »Das wichtigste ist, dass man nicht schießt, wenn ich die Pfeile wiederhole«, unterstrich Christian Stockhecke die erste Regel mit einem Augenzwinkern. Sonst ging das Schießen vielen Erstlingen recht einfach von der Hand. Sie trafen schnell die farbigen Bereiche der Zielscheiben.

 

Bei dem ganzen Treiben durfte auch ein Seiler nicht fehlen: Wilken Ordelheide griff dabei den Drehern unter die Arme.

 

Neben dem ritterlichen Programm bot das Fest jedoch noch weitaus mehr. So trat nicht nur die Sängergemeinschaft zum Eröffnungsständchen an, sondern auch die Schüler und Schülerinnen der Grundschule trommelten unter der Leitung von Manuela Drees und sorgten für die instrumentale Unterhaltung. Gesang und Instrumente verband dann am Abend die Band »Nexus« gekonnt. Mit lockeren Liedern wie »Mercy« von Duffy bis hin zu rockigen Stücken wie »Come Together« von den Beatles sorgte die Formation für den einen oder anderen Hüftschwung.