Veröffentlicht von Freddy Am 22 - Oktober - 2012

Die Ruhe, der Charme und die vielen Museen, das ist es wohl, was es den jungen Erwachsenen aus dem Pfarrbezirk an Wien so angetan hat. Denn zum wiederholten Male war das Ziel der jährlichen Städtetour der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Pfarrbezirks Künsebeck die österreichische Hauptstadt.

In den Herbstferien machten sich 16 junge und auch einige ältere Menschen auf den Weg um im Naturkundemuseum Bären und Dinosaurier zu bestaunen, auf den Spuren der Habsburger Monarchie zu wandeln oder im Museum für Moderne Kunst in Videoinstallationen einzutauchen. Am ersten Abend ging es traditionell auf in den Esterhazykeller, den ältesten Weinkeller der Stadt, um sich mit deftigen Speisen für die kommenden Tage zu stärken. Im Anschluss wurde die lange Nacht der Museen erkundet. Von Livemusik bis zu Ausstellungen war alles drin. Auch die ganze restliche Woche war von Abwechslung geprägt. So wurde neben den typischen Höhepunkten wie dem Praterbesuch oder dem Stephansdom und einem Besuch des Museumquartiers auch an einer Führung im Dunkeln teilgenommen. Völlig blind wurden die Teilnehmer/innen von einer Sehbehinderten durch ein Kellergewölbe eines Klosters geführt. Nur mit einem Blindenstock in der Hand ertasteten sie nachgebaute Wiesen, Wälder, Städte, Geschäfte und viele mehr. „Am Anfang war ich doch zurück haltend“, so Teilnehmer David Schlüppmann. „Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass ich mich nur auf mein Gehör und den Stock verlassen kann.“ Ein unglaublich Schönes aber doch nachdenklich stimmendes Gruppenerlebnis, fanden die Reisenden.

Reine Unterhaltung hingegen brachte der Besuch im Haus der Musik, hier konnte sich jeder ausprobieren und seine Sinne schärfen. Natürlich wurde am Rande auch etwas über bekannte Komponisten gelernt. Ein Bummel über den Naschmarkt, eine Stippvisite im Sissi-Schloss Schönbrunn, ein Ausflug auf die Donauinsel und natürlich das obligatorische Stück Sachertorte standen ebenfalls auf dem Programm bevor die Reisegruppe rund um Pfarrer Andreas Aland wieder die Heimreise nach Künsebeck antrat. Das Fazit am Ende war einhellig: Wien ist immer eine Reise wert!