Archive for August, 2010

Haller Musicalprojekt startet in die zweite Runde

Posted by Matze On August - 31 - 2010

Plakat_DDas Musicalprojekt der Jugendarbeit in Halle geht nach dem sensationellen Erfolg der Musicaladaption “Pocahontas” im Jahr 2008 in die zweite Runde.
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“Die Schöne und das Biest” haben sich die Organisatoren rund um Carolin Büsselberg und Stefan Prill als diesjähriges Musical ausgesucht.

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Seit etwa einem Jahr plant und probt das Organisationsteam mit rund 50 Jugendlichen aus dem Altkreis Halle – aufgeteilt in Schauspieler, Chor und Orchester – fleißig für “Die Schöne und das Biest” und in ein paar Tagen geht es in die sog. Intensivtage, denn die Tage bis zur großen Premiere werden immer weniger.

Am 17. September findet die erste Aufführung in der Aula des Kreisgymnasiums statt, zu der jeder der Interesse hat herzlich eingeladen ist. Ab 19 Uhr ist Einlass, der Eintritt ist frei, es wird lediglich um Spenden gebeten, die aber selbstverständlich auf freiwilliger Basis gegeben werden sollen.

Weitere Aufführungen gibt es danach noch am Samstag, dem 18. September um 19:30 Uhr und am Sonntag, den 19. September um 15:00 Uhr, ebenfalls in der Aula des Kreisgymnasiums in Halle.

Nähere Informationen zu dem Musicalprojekt gibt es auf der Homepage http://www.musicalprojekt-halle.de/

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Für Freunde in Not

Posted by Freddy On August - 31 - 2010

Caesar-2001-01Achtung für Tiere e.V.

Nächste Aktionstermine:

3. September: Infostand für Zirkus ohne Tierleid in Herford, 11 – 18 Uhr, Neuer Markt

4. September: Sommerfest bei Achtung für Tiere

9. September: Infostand für Zirkus ohne Tierleid in Bielefeld, 11 – 18 Uhr, Jahnplatz

11. September: Demonstration für Zirkus ohne Tierleid in Bielefeld, 15 Uhr, ab Jahnplatz

26. September: Infostand beim Tag der Vereine in Gütersloh

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Zelten, Lagerfeuer und Gitarre

Posted by Freddy On August - 31 - 2010

pfadisTag des offenen Lagers bei den Steinhagener Pfadfindern

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Ja, es gibt sie wirklich noch. Und sie sind gar nicht wenige.

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Wer denkt, Pfadfinder seien ein Phänomen aus der Vergangenheit, liegt falsch – 86 Köpfe zählt der Pfadfinderstamm Roter Milan aus Steinhagen. Damit es noch mehr Mitglieder werden und um einen Einblick in ihr Pfadfinderleben zu gewähren, organisieren die ansässigen Naturfreunde, die dem Pfadfinderbund Weltenbummler angehören, jetzt einen Tag des offenen Lagers.

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Zelten, Bogenschießen, Geländespiele und vieles mehr erwartet die Besucher dabei am Samstag, 4. September. Der Pfadfinderstamm, der sich nach Altersgruppen in Biber, Wölflinge, Pfadfinder und Rover aufteilt, öffnet sein Lager für alle Interessierten ab vier Jahren. Schauplatz des offenen Lagers, das an diesem Tag von 9 bis 17 Uhr für Besucher zugänglich ist, ist die Stammeswiese im Quellental. Neben dem erwähnten Bogenschießen und Axt-Werfen können sich die Besucher auch beim Kräftemessen in Form von Baumstammweitwurf und Sandsackwerfen betätigen. „Diese Spiele sind angelehnt an die Highlandgames aus Schottland“, erklärt Pfadfinder Marco Bitter. Die zwei geplanten Geländespiele werden jeweils von 12 bis 13 Uhr und von 15 bis 16 Uhr stattfinden. „Wir wollen erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen nicht nur zugucken, sondern gleich selbst mitmachen können und mit der geplanten Veranstaltung zeigen, dass man seine Freizeit auch jenseits von Bits und Bytes in der Natur verbringen kann“, führt Jens Tönsing fort. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und ihrer Eltern ist mit Bratwurst und Pfannkuchen aus der Lagerküche gut gesorgt. Zum Ausklang ist nach alter Pfadfindertradition ein gemütlicher Singabend geplant – ganz romantisch mit Lagerfeuer und Gitarre.

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Text und Bild: Marco Bitter

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Jugendförderpreis geht jetzt in die heiße Phase

Posted by Freddy On August - 31 - 2010

JungeKraft_Postkarten_148x105_mittel51. September 2010. Mit Ablauf der Urlaubs- und Ferienzeit beginnt die heiße Phase beim Jugendförderpreis „Die junge Kraft der Haller“. Runde neun Wochen haben Eltern und Lehrer, Vereinsvorstände und Arbeitgeber Zeit, besonders engagierte junge Menschen für den Förderpreis der Technische Werke Osning GmbH (TWO) vorzuschlagen.

Der Startschuss für den diesjährigen Wettbewerb fiel am 1. Mai und einige Bewerbungen liegen bereits vor. Mit der Postkarten- und Plakataktion „Weil du dich krumm machst“ soll jetzt erneut der Blick auf die Mutmacher-Aktion gelenkt werden. „Der Zeitpunkt ist günstig, denn jetzt bleibt noch ein wenig Zeit, zu diskutieren, wen man vorschlagen könnte oder sollte“, sagt Projektbetreuerin Jule.

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Sich bewerben oder vorgeschlagen werden kann jeder, der sich mit Ideen und Aktionen im Verein, in einer Gruppe oder allein engagiert. Für das Engagement selbst gibt es keine Grenzen: „Wichtig ist, dass der Jugendliche dabei nicht zuerst an sich selbst, sondern auch den Nutzen für andere denkt“, erklärt die Moderatorin des Wettbewerbs. Wichtig noch: Die Bewerber müssen zwischen 12 und 21 Jahre jung und unabhängig vom Wohnort in Halle tätig sein. Den drei Preisträgern – ausgewählt von einer unabhängigen Jury – winkt eine Prämie in Höhe von je 500 Euro.

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Alle Informationen zum Wettbewerb finden sich auf der Internetseite www.junge-kraft.de. Hier gibt es auch Videos und einen von Jule moderierten Blog mit RSS-Feed, der alle News auf den heimischen Rechner holt. Auch bei Facebook und Twitter ist die Aktion zu finden.

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Pappelfest

Posted by Freddy On August - 29 - 2010
29. August 2010

Pappelkrug

Pappelstraße

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Video vom Sommerfest 2010

Posted by Freddy On August - 29 - 2010

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Bilder vom Pappelfest

Posted by Freddy On August - 29 - 2010

Pappelfest 016Die ersten Bilder sind online!

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Wie immer in unserer Fotogalerie.

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Unter Veranstaltungen!

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Viel Spaß beim Stöbern!

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Bilder vom Sommerfest

Posted by Freddy On August - 29 - 2010

Sommerfest 2010 069Die ersten Bilder sind online!

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Wie immer in unserer Fotogalerie.

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Unter Veranstaltungen!

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Viel Spaß beim Stöbern!

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Erstes Pappelfest für ganze Familie

Posted by Freddy On August - 27 - 2010

joerg_haskenhoffSonntag wird am Pappelkrug gefeiert

Zum ersten Mal feiert am kommenden Sonntag, 29. August, die Gaststätte Pappelkrug in Künsebeck ihr so genanntes Pappelfest. Der Landgasthof mit Restaurant an der Pappelstraße in Künsebeck will dabei auch einige alte Traditionen aufnehmen. Dazu gehört zum Beispiel das Pflanzen einer neuen Pappel auf dem weitläufigen Gelände der Gaststätte, wie Inhaber und Küchenchef Jörg Haskenhoff verrät.

Mehr zum Thema finden sie in der heutigen Ausgabe des WESTFALEN BLATTes

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Zum Abitur nach Hongkong

Posted by Freddy On August - 26 - 2010

felixEigentlich war Hongkong nur die dritte Wahl.

Inzwischen aber ist sich Felix Vemmer sicher, damit das große Los gezogen zu haben.

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Am 3. September beginnt für den 17-Jährigen Schüler aus Künsebeck das bislang größte Abenteuer seines Lebens. Zwei Jahre wird der Gymnasiast in der Metropole am südchinesischen Meer verbringen, um am Li Po Chun United World College sein Abitur zu machen.

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Herr Schild war schuld. Der Lehrer für Englisch und Latein am Kreisgymnasium in Halle hatte imRahmen einer Informationsveranstaltung von den United World Colleges (UWC) berichtet und über die Möglichkeit informiert, an einem von weltweit 13 Colleges zusammen mit Jugendlichen aller Nationalitäten zu leben und zu lernen. Mitte Dezember reichte Felix Karl August Vemmer seine Bewerbungsunterlagen ein. Costa Rica, Swasiland in Südafrika und an dritter Stelle Hongkong gab er als seine Wunsch-Colleges an. Aus 250 Interessenten wurden schließlich 60 junge Menschen aus ganz Deutschland zu einem Auswahlwochenende in Bad Homburg eingeladen. Felix war dabei und überzeugte auch dort. „Wichtig ist insbesondere die Persönlichkeit der Kandidaten“, steht im Flyer des UWC. Felix Vemmer entsprach offenbar dem Anforderungsprofil, punktete unter anderem durch sein soziales Engagement in der Kirche und seine breit gefächerten Interessen, die vom Fußballbis zum Klavierspiel reichen. Als schließlich ein dicker Umschlag im Postkasten am Landweg steckte, war klar: Felix gehört zu den 20 Auserwählten, die ein Stipendium erhalten. Er wird nach Hongkong gehen. Ein wenig Angst habe er schon. Vor Rückschlägen etwa oder davor, dass sich seine Erwartungen nicht bestätigen würden, gesteht Felix Vemmer. Großen Respekt zeugt er vor allem den akademischen Anforderungen. Dabei zählt der Elftklässler mit einem Notenschnitt von 1,9 gewiss nicht zu den schlechtesten Schülern. In Mathematik steht sogar eine Eins auf dem Zeugnis. „Das aber reicht längst nicht, um in Hongkong einen Leistungskurs in diesem Fach zu belegen“, weiß Felix Vemmer und berichtet von dem großen Lernpensum: „Die vernünftigen lernen bis 0 Uhr, die ganz fleißigen bis zwei Uhr nachts“, hat der Künsebecker schon in Erfahrung gebracht.

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Zusammen mit zwei Chinesen und einem weiteren Gastschüler wird er sich ein Zimmer teilen – vier Quadratmeter Privatsphäre müssen für die nächsten zwei Jahre reichen. Neben dem hohen schulischen Einsatz wird von den Schülerinnen und Schülern am Nachmittag regelmäßiges soziales, sportliches und kreatives Engagement gefordert. Felix Vemmer will sich mit der Fotografie beschäftigen, Fußballspielen, jüngere Kinder unterrichten oder auch Behinderte betreuen. Eine fremde Kultur, ein völlig neues Schulsystem, die Unterrichtssprache Englisch – viele Veränderungen für einen 17-Jährigen. „Bratwurst und Schnitzel werde ich wohl vermissen“, sagt Felix Vemmer und lacht. „Ich gönne es ihm von Herzen“, sagt seine Mutter, Ingrid Vemmer. Leicht fällt ihr der Abschied indes nicht. „Nächsten Freitag werde ich wohl ein Häufchen Elend sein“, vermutet sie. Noch sind die Koffer nicht gepackt. Es wird aber von den Schülern erwartet, dass sie neben der Fahne ihres Landes auch eine landestypische Tracht mitbringen. Von Lederhosen hält Felix nicht viel. So hat er sich für ein Leineweberhemd, Kniebundhosen und Gehrock entschieden. Wie er sich darin fühlen wird bei einer Temperatur von 35 Grad und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit lässt sich nur erahnen. Auch seine Mutter hat das Klima im Blick. „Ich frage mich, wie Felix da die Wäsche trocken kriegen will“, sagt sie. Für einen, der in den kommenden zwei Jahren im Rahmen von Schulprojekten zum Hausbau auf die Philippinen oder zur Schildkrötenrettung nach Kambodscha reisen wird, ein eher zu vernachlässigender Aspekt. Auf seiner Website http://feli x-goes-hongkong.jimdo.com berichtet Felix Vemmer über seine Erlebnisse in Hongkong.

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Quelle: www.haller-kreisblatt.de

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»Beim Sprengen wackeln die Gläser«

Posted by Freddy On August - 25 - 2010

25810kuenskeAnlieger wehren sich gegen Erweiterungspläne: »Das Tal darf nicht geöffnet werden«

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Hier leben die meisten Menschen noch auf den Höfen ihrer Eltern und Großeltern. Natürlich haben sich in den vergangenen Jahren auch neue Nachbarn dazugesellt. Man kennt sich, man feiert zusammen – und jetzt steht man zusammen gegen die Erweiterung des Steinbruchs in Richtung Ascheloher Weg. Susanne Rieks hat aufgeschrieben, was die (Berg-)Amshausener nach den Gesprächen mit den Kalkwerk-Betreibern und einem Treff unter Nachbarn von den Planungen halten. An erster Stelle steht da ganz klar: »Es soll auf keinen Fall eine Öffnung des Tals stattfinden.« »Ich könnte aus meinem Wohnzimmer fast direkt in den Steinbruch sehen«, fürchtet Ralf Schoneweg, der gleich neben den Rieks und dem Hof Windau wohnt. Rainer Plassmann äußert ganz andere Bedenken: Die Sprengungen würden näher heranrücken. Schon jetzt würden mitunter die Gläser im Schrank scheppern. »Hier stehen teilweise sehr alte Häuser. Die Gebäude leiden unter den Erschütterungen«, führt er ins Feld. Ralf Schoneweg und Landwirt Burkhard Stüssel sehen durchaus auch Gefahren für die Wasserversorgung. Hier, in der »Amshausener Schweiz«, hat noch fast jedes Haus seinen eigenen Brunnen. »Das Wasser wird für Tiere und Menschen gebraucht. Was wird damit?«, fragen sie in die Runde. Stüssel sieht auch den Aspekt der Naherholung. Demnächst könne man von der Friedrichshöhe direkt in den Steinbruch schauen. Was übrigens auch für die künftigen Mieter im ehemaligen Berghotel Dröge und späteren Übergangswohnheim gelte. Sybille Florschütz ist der Ansicht, dass das Loch im Teutoburger Wald schon genug Schaden angerichtet habe. Die nachfolgenden Generationen müssten das ausbaden. »Warum soll der Steinbruch zum Tal hin geöffnet werden, wenn es an anderer Stelle noch genug Vorräte gibt. Am Hellberg bräuchte man nicht so viel Fläche für die gleiche Menge.« Offiziell will die Nachbarschaft allerdings den Hellberg nicht als Alternative vorschlagen. Der steht wegen der dort vorkommenden seltenen Orchideen unter Naturschutz.

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Auch das Kalkwerk sieht hier wenig Chancen, von den Behörden eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Eigentümer Ernst Niedermeyer würde am Hellberg aber durchaus die benötigte Fläche abgeben. Er zweifelt ohnehin an der langfristigen Schutzwürdigkeit des Gebietes. »Die Orchideen haben sich durch die spezielle Bewirtschaftung im Wald angesiedelt. Weil dort jetzt nichts mehr passiert, werden sich auch die Lebensbedingungen für die Orchideen verändern.« Ralf Schoneweg ist sich jedenfalls mit seinen Nachbarn einig: »Die Sache mit dem Lärm wird schön geredet.« Vor allem die Sprengungen seien im Tal deutlich zu spüren. Die Ergebnisse des Messgerätes auf dem Hof Heitkämper werden mit großer Skepsis gesehen. Rainer Plassmann: »Bei uns haben noch nie die Gläser gewackelt, wenn ein Lkw vorbeifährt. Aber wenn gesprengt wird.«

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Quelle: www.westfalen-blatt.de / WESTFALEN BLATT

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Künsebecker Steinbruch soll wachsen

Posted by Freddy On August - 24 - 2010

s7301040Kalkwerk-Betreiber sprechen mit Behörden und Anliegern – Ziel: Laufzeit auf 25 Jahre verlängern

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Die Inhaber des Kalkwerkes Müller in Künsebeck wollen noch einmal einen Versuch starten, ihren vorhandenen Steinbruch zu vergrößern. Die Abbaufläche soll vor allem in Richtung Amshausen hin wachsen. Anlieger dort haben bereits Widerstand angekündigt. Henrik Müller, Diplom-Informatiker und die vierte Generation an der Spitze des Familien-Unternehmens, teilt sich die Geschäftsführung mit seinem Schwager, Diplom-Ingenieur Thies Knoll. Beide haben noch gut 20 Berufsjahre vor sich und wollen durch die Erweiterungspläne Arbeit für sich selbst bis zum Eintritt in den Ruhestand sichern. »Danach ist ohnehin Schluss mit dem Kalkabbau in Künsebeck«, kündigt Henrik Müller an. Denn im Steinbruch geht nicht mehr viel. Im Westen ist der bereits abgebaute Bereich schon seit Jahren mit Hausmüll verfüllt, im Nordosten grenzt der größtenteils unter Naturschutz stehende Hellberg an, im Westen sind es nur noch wenige Meter bis zur Bergkuppe. Dahinter fällt das Gelände schon wieder ab zum Ascheloher Weg, der zum Steinhagener Ortsteil Amshausen gehört.

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Diese Bergkuppe soll im Zuge der Erweiterung abgetragen werden. Insgesamt 100 Meter würde der Abbau von der jetzigen Abbruchkante in Richtung Amshausen voranschreiten, um weitere 30 Meter würde der Hellberg »angeknabbert «. »In die Tiefe gehen können wir aus hydrologischen Gründen nicht«, erläutert Thies Knoll, »dann kämen wir schon in den Bereich des Grundwassers.« Weil einige Anlieger am Ascheloher Weg direkt betroffen wären von der Erweiterung, haben Müller und Knoll nicht nur mit den Behörden Kontakt aufgenommen, sondern auch mit den Nachbarn schon direkte Gespräche geführt und ihre Pläne vorgestellt. »Am Landschaftsbild wollen wir nichts verändern«, kündigt Henrik Müller an. Um den Abtrag auf der Kuppe Richtung Amshausen optisch auszugleichen, wollen sie so früh wie möglich einen Waldstreifen aufforsten. »Die Waldkulisse bliebe erhalten, die abgetragene Kuppe könnte man von unten gar nicht sehen«, sagt Müller. Zur Zeit laufen in Absprache mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh die Voruntersuchungen. Das Kalkwerk muss diverse Gutachten vorlegen im Zusammenhang mit Grundwasser, Umweltverträglichkeit, Boden, Anliegern und Kulturgütern. Als Folge der Erkenntnisse der Fachleute seien schon mehrere Umplanungen vorgenommen worden, berichten Müller und Knoll. Und es hat schon viel gekostet. Nach Aussage von Thies Knoll soviel wie ein Einfamilienhaus. Im Gegenzug erhoffen sich die beiden Geschäftsführer eine langfristige Sicherung ihrer Existenzgrundlage und die ihrer zehn Mitarbeiter. Die bisher letzte Erweiterungsgenehmigung datiert aus dem Jahr 2002. Das Verfahren, erzählt Henrik Müller, habe damals zwölf Jahre gedauert und Material für maximal sieben Jahre gesichert. Mit dieser Menge könnte das Kalkwerk noch 15 Jahre laufen. Mit der geplanten Erweiterung wäre noch insgesamt 25 Jahre Kalkabbau möglich. Und das auch nur, weil sich die Müllers auf Veredelungsprodukte spezialisiert haben. Die Jahresmenge ist deshalb von früher mehr als 100 000 auf jetzt 40 000 Kubikmeter gesenkt worden. »Als Schotter verkaufen wir nur Steine, die zum Brennen nicht taugen«, sagt Thies Knoll. Umso mehr hoffen die beiden Betreiber jetzt, dass sie in Gesprächen mit Behörden und Nachbarn vorankommen. Man könne deren Sorgen (siehe Extra-Bericht) durchaus nachvollziehen, habe aber auch Gegenargumente. Bei der Lärmbelästigung beispielsweise. Es werde nur sehr wenig gesprengt, zudem mit veränderter Technik und Dosierung. Ein Messgerät im Ascheloher Tal, argumentieren die Müller-Chefs, würde bei einem vorbeifahrenden Traktor mehr Erschütterung registrieren als bei den Sprengungen. Und die würden bei den Nachbarn auch rechtzeitig vorher angemeldet.

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Quelle: www.westfalen-blatt.de / WESTFALEN BLATT

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Mehr Bilder aus dem Steinbrauch in unserer Fotogalerie!

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